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augenarzt.vipAugenkrankheiten verständlich erklärt

Bindehaut

Lidspaltenfleck (Pinguecula und Pingueculitis)

Ein Lidspaltenfleck (Pinguecula) ist eine harmlose, leicht erhabene gelblich-weiße Verdickung der Bindehaut direkt neben der Hornhaut, meist auf der Nasenseite. Er entsteht durch jahrelange UV-Belastung, Wind und Staub, betrifft sehr viele Erwachsene ab dem mittleren Alter, gefährdet das Sehen nicht und muss nur bei Beschwerden behandelt werden.

Stand: November 2026 · Lesezeit ca. 31 Minuten · 29 Quellen in 4 Sprachen

1 Kurzübersicht

In diesem Kapitel (6)

Was ist ein Lidspaltenfleck?

Ein Lidspaltenfleck ist eine kleine, leicht erhabene, gelbliche bis weißliche Verdickung der Bindehaut direkt neben der Hornhaut. Der Fachbegriff lautet Pinguecula. Die Bindehaut ist die dünne, durchsichtige Haut, die das Augenweiß überzieht. Der Fleck liegt genau dort, wo das Auge bei geöffneten Lidern frei liegt, also in der Lidspalte – daher der deutsche Name.

Meist sitzt der Fleck auf der Seite zur Nase hin, seltener zur Schläfe. Oft haben beide Augen einen, manchmal sogar auf beiden Seiten der Hornhaut. Der Lidspaltenfleck ist kein Tumor und kein Krebs, sondern eine Alters- und Abnutzungsveränderung des Bindegewebes unter der Bindehaut.

Ist ein Lidspaltenfleck gefährlich?

Nein, ein Lidspaltenfleck ist harmlos und bedroht das Sehen nicht. Er wächst nicht auf die Hornhaut, also nicht in den Bereich, durch den Sie sehen. Die meisten Menschen haben überhaupt keine Beschwerden und bemerken den Fleck nur zufällig im Spiegel oder bei einer Augenuntersuchung.

Manchmal stört er aber: Weil er etwas erhaben ist, verteilt sich der Tränenfilm an dieser Stelle schlechter. Dann brennt oder kratzt das Auge, ähnlich wie bei einem trockenen Auge. Manche Menschen stören sich auch einfach am Aussehen.

Was ist eine Pingueculitis?

Eine Pingueculitis ist ein entzündeter Lidspaltenfleck. Der Fleck und die Bindehaut um ihn herum werden rot, schwellen an und brennen. Es entsteht dabei kein neuer Befund – der schon vorhandene Fleck entzündet sich, oft nach viel Sonne, Wind, Staub oder trockener Luft. Eine Pingueculitis klingt mit Tropfen meist innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen ab.

Woher kommt der Name Pinguecula?

Der Name kommt vom lateinischen Wort „pinguis“ für fett. Früher hielt man den gelblichen Fleck für ein Fettpolster. Tatsächlich enthält er kaum echtes Fett. Unter dem Mikroskop sieht man umgebaute, verdickte elastische Fasern und glasig veränderte Bindegewebsfasern, manchmal auch kleine Kalkablagerungen.

Was ist der Unterschied zum Flügelfell?

Der wichtigste Unterschied: Ein Lidspaltenfleck bleibt auf der Bindehaut, ein Flügelfell (Pterygium) wächst über den Hornhautrand auf die Hornhaut. Beide entstehen durch ähnliche Ursachen, vor allem Sonnenlicht, und sitzen an derselben Stelle. Das Flügelfell ist dreieckig, gefäßreich und kann die Hornhaut verziehen und das Sehen verschlechtern. Der Lidspaltenfleck kann das nicht.

Das Wichtigste in Kürze

Ein Lidspaltenfleck ist häufig, harmlos und braucht meist keine Behandlung.

  • Gelblich-weißer, leicht erhabener Fleck auf dem Augenweiß neben der Hornhaut, meist auf der Nasenseite.
  • Sehr häufig ab dem mittleren Alter, besonders bei Menschen, die viel im Freien sind.
  • Ursachen: jahrelanges UV-Licht, Wind, Staub, Alter.
  • Meist ohne Beschwerden; manchmal Brennen, Fremdkörpergefühl, Rötung.
  • Entzündet er sich, spricht man von Pingueculitis.
  • Behandlung nur bei Beschwerden: Tränenersatzmittel, bei Entzündung kurz entzündungshemmende Tropfen.
  • Eine Operation ist selten nötig.
  • Sonnenbrille und Hut beugen vor und bremsen das Fortschreiten.

2 Symptome

In diesem Kapitel (13)

Welche Beschwerden macht ein Lidspaltenfleck?

Die meisten Lidspaltenflecken machen überhaupt keine Beschwerden. Sie fallen zufällig auf: beim Blick in den Spiegel, auf einem Foto oder bei einer Routineuntersuchung beim Augenarzt oder Optiker. Beschwerden entstehen erst, wenn der Fleck den Tränenfilm stört oder sich entzündet.

Die folgende Übersicht ordnet die Beschwerden nach ihrer Häufigkeit:

BeschwerdeWie häufig?Typischer Hintergrund
Sichtbarer gelblicher Fleck, sonst nichtsbei weitem am häufigstenunkomplizierter Lidspaltenfleck
Brennen, Trockenheit, Sandkorngefühlgelegentlichgestörter Tränenfilm an der Erhebung
Rötung der Stelle, Schwellung, Druckgefühlgelegentlich, oft in SchübenPingueculitis (Entzündung)
Tränen, JuckengelegentlichReizung der Augenoberfläche
Probleme mit Kontaktlinsenbei Linsenträgern nicht seltenLinsenrand reibt am Fleck
Kurz verschwommenes Sehen, besser nach Blinzelnseltenunruhiger Tränenfilm
Starke Schmerzen, Lichtscheu, bleibend schlechtes Sehengehören nicht dazuHinweis auf eine andere Erkrankung

Wie sieht ein Lidspaltenfleck aus?

Ein Lidspaltenfleck sieht aus wie ein kleiner, leicht erhabener, gelblicher, weißlicher oder grauweißer Fleck auf dem Augenweiß, direkt am Rand der Hornhaut. Manche sind eher flach und dreieckig, andere rundlicher und deutlich vorgewölbt. Die Farbe reicht von Elfenbein über Gelb bis Hellbraun.

  • Lage: in der Lidspalte, meist auf der Nasenseite, also bei 3 oder 9 Uhr, wenn man sich das Auge als Zifferblatt vorstellt. Ein Fleck auf der Schläfenseite ist seltener, kommt aber vor.
  • Größe: meist wenige Millimeter, selten größer.
  • Grenze zur Hornhaut: Der Fleck endet am Hornhautrand (Limbus). Er schiebt sich nicht auf die klare Hornhaut.
  • Gefäße: Im ruhigen Zustand ziehen nur feine Äderchen über ihn hinweg. Ist er entzündet, wirkt er rosa bis rot und gefäßreich.
  • Kalk: Gelegentlich sieht man an der Spitze kleine weiße, kalkartige Pünktchen.

Ein Auge oder beide Augen?

Ein Lidspaltenfleck kommt oft an beiden Augen vor, auch wenn er auf einer Seite deutlicher ausgeprägt sein kann. Viele Menschen haben ihn nur auf der Nasenseite, manche auf beiden Seiten der Hornhaut eines Auges. Beschwerden treten trotzdem häufig nur an einem Auge auf, nämlich dort, wo der Fleck am höchsten ist oder sich gerade entzündet.

Wie fühlt sich ein störender Lidspaltenfleck an?

Ein störender Lidspaltenfleck fühlt sich an wie ein trockenes, gereiztes Auge. Typisch sind Brennen, Stechen und das Gefühl, als sei Sand oder ein Wimpernhaar im Auge. Manche spüren beim Blinzeln, dass das Lid über eine kleine Erhebung gleitet.

Die Ursache ist mechanisch: Die Erhebung stört den gleichmäßigen Tränenfilm. Neben dem Fleck reißt der Film schneller auf, die Oberfläche trocknet stellenweise aus. Studien zeigen, dass Menschen mit Lidspaltenfleck im Mittel einen weniger stabilen Tränenfilm haben, weniger Tränen bilden und in Fragebögen zum trockenen Auge mehr Beschwerden angeben als Menschen ohne.

Wann sind die Beschwerden stärker?

Die Beschwerden nehmen meist in Situationen zu, die das Auge zusätzlich austrocknen oder reizen:

  • bei starker Sonne, am Meer, in den Bergen oder im Schnee
  • bei Wind, Staub und Sand, etwa beim Radfahren, auf der Baustelle oder bei Gartenarbeit
  • in trockener Heizungsluft und klimatisierten Räumen
  • bei langer Bildschirmarbeit, weil man dabei seltener blinzelt
  • gegen Abend, wenn der Tränenfilm im Laufe des Tages schlechter wird
  • nach dem Tragen von Kontaktlinsen über viele Stunden

Woran erkennt man eine Pingueculitis?

Eine Pingueculitis erkennt man daran, dass sich der gelbliche Fleck und die Bindehaut direkt um ihn herum deutlich röten und anschwellen. Die Rötung ist umschrieben: Sie betrifft vor allem den Bereich des Flecks und nicht das ganze Auge. Oft ist die Stelle leicht druckempfindlich.

Dazu kommen meist:

  • Brennen und Stechen, stärker als beim ruhigen Fleck
  • Fremdkörpergefühl und Kratzen
  • vermehrtes Tränen
  • leichtes Jucken
  • ein gerötetes Auge, das anderen Menschen auffällt

Eine Pingueculitis tritt oft nach einem Auslöser auf, zum Beispiel nach einem sonnigen Tag am Wasser, einer windigen Wanderung, einer Flugreise oder einer langen Autofahrt mit Klimaanlage. Sie kann sich wiederholen. Das Sehen bleibt dabei normal, und es kommt kein eitriger Ausfluss vor.

Verschlechtert ein Lidspaltenfleck das Sehen?

Nein, ein Lidspaltenfleck verschlechtert die Sehschärfe nicht. Er liegt außerhalb der Hornhaut und damit außerhalb des Bereichs, durch den das Licht ins Auge fällt.

Einige Betroffene berichten trotzdem über kurz verschwommenes Sehen. Das liegt nicht am Fleck selbst, sondern an einem unruhigen Tränenfilm: Ist die Augenoberfläche trocken, wird das Bild unscharf und nach kräftigem Blinzeln wieder klarer. Bleibt das Sehen dauerhaft schlechter, hat das eine andere Ursache. Dann sollte die Augenärztin oder der Augenarzt nachsehen – zum Beispiel, ob doch ein Flügelfell die Hornhaut erreicht hat.

Welche Probleme gibt es mit Kontaktlinsen?

Bei Kontaktlinsen kann der Rand der Linse am Fleck reiben, besonders bei großen weichen Linsen und bei Sklerallinsen, die auf dem Augenweiß aufliegen. Das reizt den Fleck, er rötet sich und kann sich entzünden. Die Linsen sitzen unbequem oder verrutschen.

Umgekehrt kann eine gut angepasste Linse auch nützen: Fachleute für Kontaktlinsen können den Durchmesser oder die Form so wählen, dass die Linse den Fleck ausspart oder ihn gleichmäßig überdeckt und schützt. Ob Kontaktlinsen das Entstehen eines Lidspaltenflecks fördern, ist nicht sicher geklärt. Neuere Untersuchungen fanden bei weichen Linsen keinen Unterschied.

Was sind Dellen neben dem Fleck?

Dellen sind kleine, flache Mulden am Hornhautrand direkt neben einer Erhebung. Sie entstehen, weil sich hinter dem „Hügel“ des Flecks kein Tränenfilm hält und die Hornhaut dort austrocknet und dünner wird. Man spürt sie als Fremdkörpergefühl. Die Augenärztin oder der Augenarzt sieht sie mit dem Spaltlampenmikroskop, oft zusammen mit feinen, punktförmigen Oberflächenschäden der Hornhaut. Mit Tränenersatzmitteln bilden sie sich in der Regel zurück.

Wie verändert sich ein Lidspaltenfleck mit der Zeit?

Ein Lidspaltenfleck entwickelt sich sehr langsam, über Monate bis viele Jahre. Häufig bleibt er über lange Zeit gleich groß. Er bildet sich aber von selbst in der Regel nicht zurück. Entzündungen kommen und gehen, der Fleck bleibt.

Eine rasche Veränderung passt nicht zum gewöhnlichen Lidspaltenfleck. Wächst ein Fleck in Wochen oder wenigen Monaten sichtbar, wird er dunkler, bekommt er Knoten oder auffällige Gefäße, sollte ihn eine Augenärztin oder ein Augenarzt ansehen.

Was bemerken Angehörige?

Angehörige bemerken meist nur den gelblichen Fleck am Augenweiß oder ein gerötetes Auge. Oft fragen Partner oder Kinder, ob „etwas im Auge“ sei oder ob das Auge entzündet ist. Manche Betroffene werden darauf angesprochen, bevor sie selbst etwas merken. Ein Lidspaltenfleck verändert weder das Verhalten noch die Orientierung im Alltag.

Gibt es Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen?

Bei Kindern und Jugendlichen ist ein Lidspaltenfleck selten. Er kommt vor allem vor, wenn sie sehr viel ohne Sonnenbrille und Hut im Freien sind, etwa in sonnigen Ländern oder bei Wassersport. Eigene Beschwerden für diese Altersgruppe beschreiben die Fachquellen nicht.

Wichtig: Ein Fleck am Hornhautrand, der schon bei Geburt oder in den ersten Lebensjahren sichtbar ist, ist eher kein Lidspaltenfleck. Dahinter kann zum Beispiel ein angeborenes Limbusdermoid stecken, eine rundliche, weißlich-gelbe Gewebeinsel, die manchmal feine Härchen trägt. Solche Befunde gehören bei Kindern immer in augenärztliche Hände.

Und bei älteren Menschen?

Bei älteren Menschen ist der Lidspaltenfleck besonders häufig, weil er mit den Lebensjahren und der gesammelten UV-Belastung zunimmt. Gleichzeitig wird die Augenoberfläche im Alter trockener. Deshalb machen sich Flecken, die jahrzehntelang unauffällig waren, im Alter manchmal erst durch Brennen bemerkbar.

Bei älteren Menschen kommen auch andere Veränderungen der Bindehaut häufiger vor, etwa schlaffe Bindehautfalten am Unterlid oder Tumoren der Bindehaut. Ein neuer, wachsender oder pigmentierter Fleck sollte deshalb immer augenärztlich beurteilt werden.

Welche Beschwerden passen nicht zu einem Lidspaltenfleck?

Starke Schmerzen, Lichtscheu, eitriger Ausfluss und dauerhaft schlechteres Sehen gehören nicht zum Lidspaltenfleck. Treten sie auf, steckt fast immer eine andere Ursache dahinter, auch wenn ein Lidspaltenfleck zusätzlich vorhanden ist.

  • Tiefer, bohrender Schmerz mit violett-roter Rötung kann auf eine Skleritis hinweisen, eine Entzündung der Lederhaut.
  • Umschriebene Rötung ohne Fleck, oft mit leichtem Druckschmerz, passt eher zu einer Episkleritis.
  • Plötzlicher Fremdkörperschmerz nach Schleifen, Bohren oder Wind kann auf einen Fremdkörper im Auge hindeuten.
  • Ein ganz rotes, verklebtes Auge spricht für eine Bindehautentzündung.
  • Eine flächige, hellrote Einblutung ohne Schmerzen ist meist eine Blutung unter der Bindehaut.
  • Starker Schmerz, Nebelsehen, Übelkeit und eine harte Augenkugel sind Warnzeichen eines akuten Glaukomanfalls und ein Notfall.

3 Ursachen und Risikofaktoren

In diesem Kapitel (7)

Warum entsteht ein Lidspaltenfleck?

Ein Lidspaltenfleck entsteht, weil sich das Bindegewebe unter der Bindehaut durch jahrelange Belastung verändert. Die wichtigsten Auslöser sind UV-Licht der Sonne, Wind, Staub und das Älterwerden. Die genaue Ursache ist trotzdem nicht vollständig geklärt. Vermutlich wirken mehrere Faktoren zusammen.

Welche Rolle spielt UV-Licht?

UV-Licht gilt als wichtigster Risikofaktor, auch wenn der Beweis nicht so eindeutig ist wie beim Flügelfell. Für einen Zusammenhang sprechen mehrere Beobachtungen:

  • Der Fleck sitzt genau dort, wo das Auge bei geöffneten Lidern der Sonne ausgesetzt ist.
  • Er ist häufiger bei Menschen, die viel im Freien arbeiten, und in Gegenden mit viel Sonne.
  • Unter dem Mikroskop zeigt das Gewebe dieselbe Art von Schaden wie sonnengeschädigte Haut, die sogenannte aktinische Elastose.
  • Im Gewebe am Hornhautrand finden sich Veränderungen, die typischerweise durch UV-Strahlung entstehen.

Auch künstliche UV-Quellen spielen eine Rolle, vor allem der Lichtbogen beim Schweißen. Wer ohne ausreichenden Schutz schweißt, riskiert außerdem eine akute Verblitzung der Hornhaut.

Was passiert im Gewebe?

Im Gewebe unter der Bindehaut wird gesundes Kollagen abgebaut und durch ungeordnetes, verdicktes elastisches Material ersetzt. Fachleute sprechen von elastotischer oder hyaliner Degeneration. Die Zellen des Bindegewebes werden durch die Dauerbelastung umprogrammiert und bilden fehlerhafte Fasern. Daraus entsteht die gelbliche, leicht erhabene Masse.

Die oberste Zellschicht der Bindehaut bleibt dabei meist normal oder ist nur etwas verdünnt oder verdickt. In der Forschung werden weitere Mechanismen diskutiert: veränderte Eiweiße durch UV-Strahlung, die Anhäufung bestimmter Zucker-Eiweiß-Verbindungen, vermehrte gewebsabbauende Enzyme und ein Mangel an schützenden Antioxidantien.

Warum sitzt der Fleck meist auf der Nasenseite?

Der Fleck sitzt meist auf der Nasenseite, weil die Hornhaut seitlich einfallendes Licht wie eine Linse bündelt. Licht, das schräg von der Schläfenseite kommt, wird durch die gewölbte Hornhaut gebrochen und auf den gegenüberliegenden, nasalen Hornhautrand konzentriert. Dazu kommt, dass die Nase Licht von der Nasenseite abschirmt, während die Schläfenseite offen liegt: Das meiste Licht fällt deshalb von der Schläfenseite ein. Diese Erklärung ist eine gut begründete Annahme, aber nicht endgültig bewiesen.

Welche Risikofaktoren sind bekannt?

Die folgenden Faktoren sind in Studien mit einem Lidspaltenfleck verbunden:

RisikofaktorWie sicher?
Höheres Altergut belegt
Männliches Geschlechtgut belegt
Arbeit und Freizeit im Freiengut belegt
Wohnort in Äquatornähe, viel Sonnewahrscheinlich
Schweißen, andere UV-Quellen am Arbeitsplatzwahrscheinlich
Wind, Staub, Sandwahrscheinlich
Trockenes Augewahrscheinlich, Ursache und Folge schwer zu trennen
Alkohol, Rauchenuneinheitlich
Diabetesuneinheitlich
Kontaktlinsenuneinheitlich, für weiche Linsen eher kein Zusammenhang

Alter und Geschlecht

Lidspaltenflecken werden mit jedem Lebensjahrzehnt häufiger. In einer großen Studie in Galicien (Nordwestspanien) mit Menschen über 40 hatten 56 % der Männer und 43 % der Frauen einen Lidspaltenfleck. Dass Männer häufiger betroffen sind, wird meist mit mehr Arbeit im Freien erklärt.

Arbeit im Freien

Wer viel im Freien arbeitet, hat etwa ein doppelt so hohes Risiko. Dazu gehören zum Beispiel Landwirte, Fischer und andere Berufe mit viel Arbeit unter freiem Himmel, etwa auf dem Bau oder im Gartenbau. Auch Freizeitaktivitäten zählen: Segeln, Surfen, Skifahren, Bergsteigen. Wasser, Sand und Schnee reflektieren UV-Licht zusätzlich.

Trockenes Auge

Trockenes Auge und Lidspaltenfleck hängen zusammen, aber in beide Richtungen. Der Fleck stört den Tränenfilm und macht das Auge trockener. Umgekehrt reizt eine trockene Augenoberfläche die Bindehaut und kann das Wachstum begünstigen. Welcher Teil überwiegt, lässt sich im Einzelfall kaum sagen.

Widersprüchliche Faktoren

Bei Rauchen, Alkohol und Diabetes widersprechen sich die Studien. Die spanische Studie fand einen Zusammenhang mit Alkohol, aber nicht mit Rauchen oder Diabetes. Andere Untersuchungen sahen bei Typ-2-Diabetes häufiger und stärker ausgeprägte Flecken, wieder andere nicht. Höhere Schulbildung war in der spanischen Studie mit einem geringeren Risiko verbunden – vermutlich, weil sie mit weniger Arbeit im Freien einhergeht.

Ist ein Lidspaltenfleck erblich oder ansteckend?

Ein Lidspaltenfleck ist weder erblich noch ansteckend. Er entsteht durch äußere Einflüsse und das Älterwerden. Wenn mehrere Familienmitglieder einen haben, liegt das meist an ähnlicher Lebensweise oder einfach daran, dass er so häufig ist.

Wie häufig ist ein Lidspaltenfleck?

Ein Lidspaltenfleck ist eine der häufigsten Veränderungen am Auge überhaupt. Wie häufig, hängt stark vom Land, vom Alter der Untersuchten und von der Zählweise ab:

  • Spanien (Galicien, über 40 Jahre): 47,9 %
  • Kopenhagen: 41 %
  • Ländliches Shanghai (über 50 Jahre): 75,6 %
  • Teheran (über 60 Jahre): 55,6 %
  • Südindien: 11,3 %, auf dem Land deutlich mehr als in der Stadt
  • Brasilianischer Amazonas (ältere Erwachsene): 17,4 %

Eine französische Fachzeitschrift nennt je nach Region eine Spanne von 22 bis 97 %. Für Deutschland und Österreich gibt es keine eigenen Bevölkerungszahlen. Die Werte aus Spanien und Dänemark legen nahe, dass auch hier ein großer Teil der Menschen über 40 einen mehr oder weniger deutlichen Lidspaltenfleck hat. Er ist damit viel häufiger als das Flügelfell: In derselben spanischen Studie hatten 5,9 % ein Flügelfell, aber 47,9 % einen Lidspaltenfleck.

4 Diagnose

In diesem Kapitel (7)

Wie stellt die Augenärztin oder der Augenarzt die Diagnose?

Die Diagnose ist fast immer eine Blickdiagnose an der Spaltlampe. Die Spaltlampe ist ein Mikroskop mit einem schmalen Lichtspalt, mit dem man die Augenoberfläche stark vergrößert betrachten kann. Typisches Aussehen und typische Lage reichen in den allermeisten Fällen aus. Blutwerte oder Röntgenaufnahmen sind nicht nötig.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung dauert wenige Minuten und tut nicht weh. Meist gehören dazu:

  1. Gespräch: Seit wann ist der Fleck da? Hat er sich verändert? Gibt es Brennen, Rötung, Kontaktlinsenprobleme? Wie viel Zeit verbringen Sie im Freien, schweißen Sie?
  2. Sehtest: zur Kontrolle, dass die Sehschärfe normal ist.
  3. Spaltlampe: Lage, Größe, Farbe, Höhe und Gefäße des Flecks; vor allem die Frage, ob er die Hornhaut erreicht.
  4. Färbung mit Fluorescein: Ein gelber Farbstoff macht trockene Stellen, Dellen und Oberflächenschäden der Hornhaut sichtbar. Gleichzeitig lässt sich messen, wie schnell der Tränenfilm aufreißt.
  5. Bei Bedarf Tränentest: etwa ein Filterpapierstreifen am Unterlid (Schirmer-Test), der die Tränenmenge misst.
  6. Augeninnendruck: besonders wichtig, wenn kortisonhaltige Tropfen geplant sind oder schon genommen wurden.

Welche Zusatzuntersuchungen gibt es?

Zusatzuntersuchungen sind beim typischen Lidspaltenfleck meist nicht nötig. In Einzelfällen helfen:

  • Fotodokumentation: Ein Foto an der Spaltlampe erleichtert es, Größe und Form später zu vergleichen.
  • Vorderabschnitts-OCT: Eine optische Schichtaufnahme, ähnlich einem Ultraschall mit Licht, misst die Dicke des Flecks und zeigt, ob er am Hornhautrand endet. Sie ist berührungsfrei, aber keine Routine und nicht überall verfügbar.
  • Gewebeprobe (Biopsie): nur, wenn der Befund untypisch aussieht und ein Tumor ausgeschlossen werden muss. Wird ein Fleck operativ entfernt, wird das Gewebe in der Regel feingeweblich untersucht.

Wie unterscheidet man Lidspaltenfleck und Flügelfell?

Man unterscheidet sie vor allem daran, ob das Gewebe auf die Hornhaut wächst. Der Lidspaltenfleck endet am Hornhautrand, das Flügelfell schiebt sich darüber.

MerkmalLidspaltenfleckFlügelfell
LageBindehaut neben der Hornhautwächst von der Bindehaut auf die Hornhaut
Formrundlich oder flach dreieckigdreieckig, flügelförmig, Spitze zur Pupille
Farbegelblich bis weißlichrötlich-weiß, fleischig
Gefäßewenige, außer bei Entzündungviele, deutlich sichtbar
Sehennicht beeinträchtigtkann Hornhautverkrümmung und Sehverschlechterung verursachen
Häufigkeit (Spanien, über 40)47,9 %5,9 %
Behandlungselten nötigbei Wachstum Operation

Ein Flügelfell kann eine Hornhautverkrümmung verursachen. Das ist der Hauptgrund, warum es früher operiert wird als ein Lidspaltenfleck.

Welche anderen Veränderungen können ähnlich aussehen?

Ähnlich aussehen können vor allem andere Veränderungen der Bindehaut am Hornhautrand, darunter auch seltene Tumoren. Deshalb gehört ein neu entdeckter Fleck einmal in augenärztliche Hände.

  • Oberflächentumoren der Bindehaut (Plattenepithel-Neoplasie): weißlich, vorgewölbt, mit unregelmäßiger, manchmal verhornter oder wachsartiger Oberfläche und auffälligen Gefäßen. Risikofaktoren ähneln denen des Lidspaltenflecks: UV-Licht und Rauchen.
  • Bindehautnävus (Pigmentfleck): meist bräunlich, oft schon in jungen Jahren vorhanden, gutartig. Er entartet sehr selten (unter 0,1 %).
  • Primär erworbene Melanose: flache, bräunliche, verschiebliche Verfärbung, meist ab dem mittleren Alter; sollte kontrolliert werden.
  • Bindehautmelanom: selten; pigmentiert, knotig, gefäßreich, unscharf begrenzt. Es muss feingeweblich gesichert werden.
  • Lymphom der Bindehaut: lachsfarbene, weiche, erhabene Schwellung, oft in der unteren Umschlagfalte.
  • Limbusdermoid: angeboren, rund, weißlich-gelb, manchmal mit Härchen.
  • Papillom: warzenartig, gestielt, mit Gefäßschlingen.

Mehr zu diesen Befunden lesen Sie im Beitrag über Tumoren der Bindehaut.

Welche Warnmerkmale sprechen für einen Tumor?

Für einen Tumor sprechen vor allem rasches Wachstum, Pigment, Knoten und auffällige Gefäße. Kein einzelnes Merkmal beweist etwas, aber jedes ist ein Grund für eine genaue Untersuchung:

  • Wachstum innerhalb von Wochen oder wenigen Monaten
  • braune oder schwarze Farbe, neues oder zunehmendes Pigment
  • knotige, unregelmäßige oder verhornte Oberfläche
  • große, zuführende Blutgefäße
  • lachsrosa Farbe
  • unscharfe Grenze oder Übergreifen auf die Hornhaut
  • Blutung aus dem Fleck
  • ungewöhnliche Lage außerhalb der Lidspalte, etwa unter dem Lid

Dass ein Lidspaltenfleck nur an einem Auge zu sehen ist, ist dagegen häufig und für sich allein kein Warnzeichen. Ungewöhnlich ist ein Befund vor allem dann, wenn er bei jungen Menschen ohne nennenswerte Sonnenbelastung auftritt oder anders aussieht als ein typischer Lidspaltenfleck. Dann klärt die Augenärztin oder der Augenarzt ihn genauer ab.

Was kann außerdem zu einer umschriebenen Rötung führen?

Eine umschriebene Rötung am Augenweiß kann neben der Pingueculitis mehrere andere Ursachen haben. Die Augenärztin oder der Augenarzt grenzt vor allem ab:

  • Episkleritis: Entzündung der Gewebeschicht über der Lederhaut; oft ohne gelblichen Fleck, Rötung lässt sich mit gefäßverengenden Tropfen abblassen.
  • Knotige Skleritis: tiefe, schmerzhafte Entzündung der Lederhaut; starke Schmerzen sprechen eher für sie als für eine Pingueculitis.
  • Phlyktäne: kleines, entzündliches Knötchen am Hornhautrand, oft bei Kindern und bei Lidrandentzündung.
  • Winkelbindehautentzündung: Rötung im Lidwinkel, oft durch Bakterien.
  • Fremdkörper unter dem Lid oder auf der Bindehaut.
  • Zyste der Bindehaut: glasklares Bläschen.
  • Bitot-Fleck: schaumiger, grauweißer Fleck durch Vitamin-A-Mangel; in Mitteleuropa sehr selten.

5 Behandlung

In diesem Kapitel (12)

Muss ein Lidspaltenfleck behandelt werden?

Nein, ein Lidspaltenfleck ohne Beschwerden muss nicht behandelt werden. Er ist gutartig, wächst sehr langsam und gefährdet das Sehen nicht. Die wichtigste Maßnahme ist, das Auge vor weiterer UV-Belastung zu schützen. Eine Behandlung richtet sich nach den Beschwerden: Trockenheit, Entzündung oder sehr selten ein störendes Aussehen.

Die folgende Übersicht zeigt die Stufen:

SituationÜbliche Behandlung
Fleck ohne Beschwerdenkeine; UV-Schutz, bei Gelegenheit Kontrolle
Brennen, Trockenheit, FremdkörpergefühlTränenersatzmittel, Schutz vor Wind und trockener Luft
Pingueculitiskurz entzündungshemmende Augentropfen (mildes Kortison oder entzündungshemmende Tropfen ohne Kortison, sogenannte NSAR), dazu Tränenersatz und Kühlen
immer wiederkehrende oder dauerhafte Entzündung, Kontaktlinsen nicht mehr möglich, starke kosmetische StörungOperation, eventuell Laser

Was hilft bei Brennen und Trockenheit?

Bei Brennen und Trockenheit helfen befeuchtende Augentropfen, sogenannte Tränenersatzmittel oder künstliche Tränen. Sie gleichen den gestörten Tränenfilm aus und schützen die Oberfläche neben dem Fleck. Gele haften länger, trüben aber kurz die Sicht. Für die Nacht eignet sich eine Augensalbe ohne Wirkstoff.

  • Ohne Konservierungsstoffe: Wer mehr als etwa viermal am Tag tropft, sollte konservierungsmittelfreie Präparate verwenden. Konservierungsstoffe können die Augenoberfläche bei häufigem Gebrauch zusätzlich reizen.
  • Regelmäßig statt nur bei Beschwerden: An windigen, sonnigen oder trockenen Tagen hilft es, schon vorbeugend zu tropfen.
  • Ursachen mitbehandeln: Liegt zusätzlich ein trockenes Auge vor, etwa durch eine Lidrandentzündung, wird dieses gezielt behandelt.

Tränenersatzmittel sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Einen Überblick über die Präparate und ihre Unterschiede finden Sie bei den Augentropfen gegen trockene Augen. Wichtig: Kein Tropfen lässt den Fleck selbst verschwinden. Tropfen lindern nur Trockenheit und Entzündung.

Wie wird eine Pingueculitis behandelt?

Eine Pingueculitis wird mit einer kurzen Kur entzündungshemmender Augentropfen behandelt. Meist reichen wenige Tage bis zwei, drei Wochen. Infrage kommen zwei Gruppen:

Milde Kortison-Tropfen

Am häufigsten verwendet werden milde kortisonhaltige Augentropfen, etwa mit dem Wirkstoff Fluorometholon. Eine Leitlinie aus Schottland nennt zum Beispiel zwei- bis viermal täglich, bei starker Entzündung anfangs häufiger, und anschließend langsam ausschleichen. In einer kleinen Studie verkleinerte auch ein stärkeres Kortison (Prednisolonacetat) über zwei Wochen die entzündete Läsion deutlich, und die Beschwerden gingen zurück.

Kortisonhaltige Augentropfen sind in Deutschland und Österreich verschreibungspflichtig. Sie gehören in augenärztliche Hand, weil sie bei manchen Menschen den Augeninnendruck erhöhen. Bei längerer Anwendung können ein Grüner Star und ein Grauer Star entstehen. Bei einer kurzen Kur ist das Risiko gering, der Augendruck wird bei Bedarf trotzdem kontrolliert. Eine Dauerbehandlung mit Kortison ist beim Lidspaltenfleck nicht sinnvoll.

Entzündungshemmende Tropfen ohne Kortison (NSAR)

Eine Alternative sind nichtsteroidale Antirheumatika als Augentropfen (NSAR), etwa mit Ketorolac oder Indometacin. Sie wirken auf andere Weise gegen die Entzündung und erhöhen den Augendruck nicht. In einem kleinen Vergleich wirkte Ketorolac bei entzündetem Lidspaltenfleck und Flügelfell ähnlich gut wie ein Kortison-Tropfen. Für die Pingueculitis sind diese Tropfen allerdings nicht ausdrücklich zugelassen; die Ärztin oder der Arzt setzt sie dann im Rahmen der ärztlichen Therapiefreiheit ein.

Unterstützende Maßnahmen

  • Tränenersatzmittel weiter verwenden, gekühlt fühlen sie sich oft angenehmer an.
  • Kalte, saubere Kompressen auf das geschlossene Lid lindern Brennen und Schwellung.
  • Kontaktlinsen pausieren, bis die Entzündung abgeklungen ist.
  • Sonne, Wind, Rauch und Klimaanlage möglichst meiden.

Was ist mit gefäßverengenden „Weißmacher“-Tropfen?

Gefäßverengende Tropfen lassen die Rötung kurz verschwinden, behandeln aber nicht die Ursache. Bei häufigem Gebrauch kann die Rötung danach stärker zurückkommen. Für die Dauerbehandlung eines Lidspaltenflecks werden sie nicht empfohlen. Einzelne Notfall-Handbücher erwähnen sie, Fachquellen zur Augenoberfläche setzen dagegen auf Tränenersatz und entzündungshemmende Tropfen.

Gibt es Spritzen gegen eine Pingueculitis?

Spritzen sind keine Standardbehandlung. Aus Spanien gibt es einen kurzen Bericht über zwei Patienten, bei denen ein Depot-Kortison (Betamethason) direkt in den entzündeten Fleck gespritzt wurde und die Beschwerden deutlich nachließen. Zwei Fälle reichen aber nicht für eine Empfehlung. Diese Methode ist allenfalls ein Einzelfall-Versuch, wenn Tropfen nicht helfen.

Wann wird ein Lidspaltenfleck operiert?

Operiert wird selten, nämlich nur, wenn der Fleck trotz Tropfen anhaltend Beschwerden macht oder wesentlich stört. Typische Gründe sind:

  • immer wiederkehrende oder dauerhafte Entzündung trotz Behandlung
  • anhaltendes Fremdkörpergefühl und Trockenheit, die mit Tränenersatz nicht beherrschbar sind
  • Kontaktlinsen oder Sklerallinsen lassen sich nicht mehr tragen
  • deutliche Störung beim Blinzeln bei sehr erhabenen Flecken
  • eine erhebliche kosmetische Belastung
  • ein untypischer Befund, der feingeweblich untersucht werden soll

Eine rein kosmetische Operation ist eine persönliche Entscheidung. Spanische Kliniken raten, solche Wahleingriffe nicht in der Schwangerschaft durchzuführen.

Wie läuft die Operation ab?

Die Operation ist ein kurzer, ambulanter Eingriff unter örtlicher Betäubung. Meist reichen betäubende Tropfen, manchmal kommt eine kleine Spritze unter die Bindehaut hinzu. Unter dem Operationsmikroskop schneidet die Augenchirurgin oder der Augenchirurg den Fleck heraus. Danach liegt an dieser Stelle die weiße Lederhaut frei.

Um die Wunde zu decken, gibt es mehrere Verfahren:

  • Bindehaut-Eigentransplantat: Ein dünnes Stück gesunder Bindehaut, meist von oben unter dem Oberlid, wird auf die Wunde gelegt. Das ist laut spanischer Fachgesellschaft das bevorzugte Verfahren.
  • Gewebekleber oder Naht: Das Transplantat wird mit einem biologischen Fibrinkleber befestigt oder mit feinen Fäden angenäht.
  • Einfacher Verschluss: Bei kleinen Befunden kann die Bindehaut direkt verschlossen werden.

Nach dem Eingriff werden für einige Zeit antibiotische und kortisonhaltige Tropfen gegeben. Das Auge ist einige Tage gerötet und kratzt. In einer kleinen Studie mit 30 Augen verbesserten sich Tränenfilm und Trockenheitsbeschwerden drei Monate nach der Entfernung mit Transplantat und Kleber deutlich, ein Rückfall trat in dieser Zeit nicht auf.

Welche Risiken hat die Operation?

Die Operation ist risikoarm, aber nicht ganz ohne Folgen. Am häufigsten sind:

  • eine harmlose Einblutung unter der Bindehaut, die von selbst verschwindet
  • eine sichtbare, unregelmäßige Narbe oder Verfärbung an der Stelle
  • vorübergehend Fremdkörpergefühl und Rötung
  • selten Schwellung oder Verschiebung des Transplantats
  • ein Wiederauftreten des Flecks

In einer Vergleichsangabe hatten nach klassischer Operation etwa ein Drittel eine Einblutung und rund 30 % eine unregelmäßige Narbe. Diese Zahlen beruhen auf kleinen Gruppen.

Kommt ein Lidspaltenfleck nach der Entfernung wieder?

Meist nicht, aber ein Rückfall ist möglich. Viele Quellen betonen, dass der Fleck nach der Entfernung in der Regel nicht nachwächst. Andere weisen darauf hin, dass er wiederkehren oder die Stelle sich verfärben kann. Genaue Rückfallzahlen für den Lidspaltenfleck gibt es nicht. Beim Flügelfell senkt das Bindehaut-Eigentransplantat die Rückfallrate auf wenige Prozent, und konsequenter UV-Schutz nach der Operation hilft in beiden Fällen.

Welche Rolle spielt der Laser?

Ein Argon-Laser kann einen Lidspaltenfleck verkleinern oder entfernen und ist eine mögliche Alternative zur Operation. Dabei wird das Gewebe mit Laserlicht verödet. In einer Vergleichsangabe nach einem Jahr war das Ergebnis mit Laser häufiger gut oder sehr gut als nach Operation, und es gab weniger Narben und keine Einblutungen. Die Studien sind jedoch klein. Der Laser wird nicht überall angeboten.

Können Kontaktlinsen den Fleck abdecken?

Ja, Sklerallinsen können einen Lidspaltenfleck abdecken und vor Austrocknung und UV-Licht schützen. Sklerallinsen sind große, formstabile Linsen, die auf dem Augenweiß aufliegen und ein Flüssigkeitspolster über der Hornhaut bilden. Damit sie nicht drücken, werden sie bei einem Lidspaltenfleck oft mit einer Aussparung angefertigt. In Einzelberichten wurde der Fleck unter solchen Linsen sogar kleiner. Das ist keine Standardbehandlung, kann aber für Menschen mit ohnehin nötigen Speziallinsen sinnvoll sein.

Wer übernimmt die Kosten?

Untersuchung und medizinisch notwendige Behandlung übernehmen in Deutschland und Österreich in der Regel die gesetzlichen Krankenkassen. Tränenersatzmittel sind für Erwachsene meist selbst zu bezahlen. Ob eine Operation erstattet wird, hängt davon ab, ob ein medizinischer Grund vorliegt, etwa eine chronische Entzündung. Eine rein kosmetische Entfernung ist in der Regel eine Selbstzahlerleistung. Klären Sie das am besten vor dem Eingriff mit der Praxis und Ihrer Krankenkasse.

Wie ist das in anderen Ländern geregelt?

In Schottland behandeln Optometristen (Augenoptiker mit erweiterter Ausbildung) eine Pingueculitis laut Leitlinie selbst mit Tropfen, eine Überweisung zur Augenärztin oder zum Augenarzt ist dort meist nicht nötig. In Deutschland und Österreich ist für kortisonhaltige Tropfen dagegen ein ärztliches Rezept nötig. Optikerinnen und Optiker können einen Lidspaltenfleck zwar bemerken, die Abklärung und Verordnung erfolgt aber in der Augenarztpraxis.

6 Verlauf und Prognose

In diesem Kapitel (6)

Wie verläuft ein Lidspaltenfleck?

Ein Lidspaltenfleck verläuft fast immer gutartig und sehr langsam. Viele Flecken bleiben über Jahre gleich, andere werden langsam etwas größer oder dicker. Von selbst verschwindet ein vorhandener Fleck in der Regel nicht. Entzündungen können zwischendurch auftreten und klingen wieder ab.

Wie ist die Prognose?

Die Prognose ist sehr gut. Ein Lidspaltenfleck bedroht weder das Sehen noch die allgemeine Gesundheit. Er ist kein Vorstadium von Krebs. Eine bösartige Umwandlung eines typischen Lidspaltenflecks ist nicht belegt.

Welche Komplikationen sind möglich?

Komplikationen sind selten und meist harmlos:

  • Pingueculitis: wiederkehrende Entzündungsschübe mit Rötung und Brennen.
  • Trockenes Auge: Der Fleck stört den Tränenfilm dauerhaft und kann ein bestehendes trockenes Auge verstärken.
  • Dellen: kleine Austrocknungsmulden am Hornhautrand, die mit Tränenersatz meist abheilen.
  • Punktförmige Oberflächenschäden der Hornhaut neben dem Fleck.
  • Kontaktlinsen-Unverträglichkeit.
  • Übergang in ein Flügelfell – ob und wie oft das vorkommt, ist umstritten (siehe unten).

Wird aus einem Lidspaltenfleck ein Flügelfell?

Das ist möglich, aber nicht zwangsläufig und unter Fachleuten umstritten. Ein Lidspaltenfleck selbst wächst nicht auf die Hornhaut. Die Frage ist, ob aus ihm ein Flügelfell hervorgehen kann.

  • Die spanische Fachgesellschaft beschreibt, dass ein Flügelfell meist auf dem Boden eines vorbestehenden Lidspaltenflecks entsteht.
  • Andere Quellen sehen zwei getrennte Erkrankungen mit gemeinsamen Ursachen, also eher Geschwister als Mutter und Kind.
  • Eine schottische Leitlinie sagt ausdrücklich, dass ein Lidspaltenfleck nicht in ein Flügelfell übergeht.

Eine Vermutung aus der Forschung lautet: Bei wiederholt entzündeten Lidspaltenflecken mit gestörtem Tränenfilm wird das angrenzende Hornhautgewebe geschädigt. Die überschießende Reparatur könnte Bindehautgewebe über den Hornhautrand ziehen. Ein höheres Risiko wird bei jüngeren Menschen und bei dicken, fleischigen Befunden vermutet. Für Sie bedeutet das: Lassen Sie einen Fleck, der sich auf die Hornhaut zu schieben scheint, augenärztlich kontrollieren.

Was bedeutet der Fleck im Alltag?

Im Alltag bedeutet ein Lidspaltenfleck für die meisten Menschen gar nichts. Wer Beschwerden hat, lebt meist gut mit Sonnenbrille, Tränenersatz an trockenen Tagen und gelegentlich einer kurzen Tropfenkur. Arbeit, Sport, Autofahren und Bildschirmarbeit sind uneingeschränkt möglich.

Wie oft sind Kontrollen nötig?

Feste Kontrollabstände sind nicht nötig. Es reicht, den Fleck bei den ohnehin empfohlenen augenärztlichen Untersuchungen mit anzusehen. Außerplanmäßig sollten Sie kommen, wenn er sich in Größe, Form oder Farbe verändert, wenn er die Hornhaut zu erreichen scheint oder wenn eine Entzündung nicht abklingt. Ein Foto mit dem Handy, zum Beispiel einmal im Jahr bei gutem Licht, hilft Ihnen, Veränderungen selbst zu bemerken.

7 Vorbeugung

In diesem Kapitel (8)

Kann man einem Lidspaltenfleck vorbeugen?

Ja, am besten mit konsequentem Schutz vor UV-Licht, Wind und Staub. Das senkt vermutlich das Risiko, dass ein Lidspaltenfleck entsteht, und bremst das Weiterwachsen eines vorhandenen Flecks. Wie stark die vorbeugende Wirkung ist, ist allerdings nur begrenzt durch Studien belegt. Einen bestehenden Fleck lässt UV-Schutz nicht verschwinden.

Welche Sonnenbrille schützt?

Schützen kann eine Sonnenbrille, die UVA- und UVB-Strahlung vollständig blockiert. Achten Sie auf diese Merkmale:

  • 100 % UV-Schutz oder die Angabe „UV400“; in der EU zusätzlich das CE-Zeichen.
  • Seitenschutz: Gebogene, eng anliegende Modelle oder breite Bügel halten auch seitlich einfallendes Licht ab. Gerade dieses Licht trifft gebündelt den nasalen Hornhautrand.
  • Dunkle Tönung allein reicht nicht: Die Tönung schützt vor Blendung, nicht automatisch vor UV. Eine dunkle Brille ohne UV-Filter kann sogar schaden, weil sich die Pupille weitet.
  • Brillenträger: Sonnenbrille mit Sehstärke, Vorhänger oder selbsttönende Gläser mit vollem UV-Schutz. Auch viele klare Brillengläser filtern UV; fragen Sie im Fachgeschäft nach.

Wann ist UV-Schutz besonders wichtig?

UV-Schutz ist besonders wichtig, wenn viel Strahlung auf das Auge trifft oder reflektiert wird:

  • im Sommer zur Mittagszeit
  • am Meer, am See, auf dem Boot
  • im Schnee und in den Bergen
  • in südlichen Ländern und in Äquatornähe
  • bei Arbeit im Freien, etwa in Landwirtschaft, Gartenbau, Bau und Fischerei
  • auch bei Bewölkung: UV-Strahlung geht zu einem großen Teil durch Wolken

Ein Hut mit breiter Krempe oder eine Schirmmütze hält zusätzlich einen guten Teil der Strahlung von oben ab. Die Zeiten mit der stärksten Sonne möglichst meiden, ist der einfachste Schutz.

Wie schützt man sich bei der Arbeit?

Bei der Arbeit schützt die passende Schutzbrille. Beim Schweißen sind ein geprüfter Schweißschutzschirm oder eine Schweißerbrille Pflicht, auch für Helfer in der Nähe. Bei staubiger, windiger Arbeit oder beim Schleifen hilft eine geschlossene Schutzbrille. Arbeitgeber in Deutschland und Österreich müssen geeigneten Augenschutz bereitstellen.

Was können Sie gegen Trockenheit tun?

Gegen Trockenheit helfen ein gut befeuchtetes Auge und eine Umgebung, die das Auge nicht zusätzlich austrocknet:

  • bei Bedarf Tränenersatzmittel, an windigen und trockenen Tagen auch vorbeugend
  • Heizungsluft befeuchten und Räume regelmäßig lüften
  • Gebläse im Auto und Klimaanlagen nicht direkt auf das Gesicht richten
  • bei Bildschirmarbeit bewusst blinzeln und Pausen machen
  • ein bestehendes trockenes Auge oder eine Lidrandentzündung behandeln lassen
  • nicht reiben: Reiben reizt den Fleck zusätzlich

Was gilt für Kontaktlinsenträger?

Kontaktlinsenträger können ihre Linsen in der Regel weiter tragen. Reibt die Linse am Fleck oder rötet er sich, sollten Sie die Linsen pausieren und die Anpassung überprüfen lassen. Ein anderer Linsendurchmesser, eine andere Linsenart oder eine speziell angefertigte Sklerallinse kann das Problem lösen. Gönnen Sie den Augen linsenfreie Tage, besonders an trockenen oder windigen Tagen.

Spielen Rauchen und Alkohol eine Rolle?

Rauchen und Alkohol werden in einigen Studien als Risikofaktoren genannt, die Ergebnisse sind aber uneinheitlich. Rauch reizt die Augenoberfläche und verschlechtert den Tränenfilm. Auf Rauchen zu verzichten, nützt den Augen deshalb auf jeden Fall, auch wenn ein direkter Schutz vor dem Lidspaltenfleck nicht bewiesen ist.

Was sollten Sie Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt sagen?

Nennen Sie alle Augentropfen, die Sie verwenden, auch rezeptfreie. Das ist besonders wichtig, wenn Sie schon einmal kortisonhaltige Tropfen bekommen haben, weil dann der Augendruck kontrolliert werden sollte. Erzählen Sie auch von Kontaktlinsen, Arbeit im Freien, Schweißen und früheren Entzündungen.

8 Wann sofort zum Arzt?

In diesem Kapitel (5)

Ist ein Lidspaltenfleck ein Notfall?

Nein, ein Lidspaltenfleck ist kein Notfall. Auch eine Pingueculitis ist unangenehm, aber nicht gefährlich. Trotzdem gibt es Warnzeichen, die auf etwas anderes hindeuten und eine rasche Abklärung brauchen.

Wann sofort zur Augenärztin oder zum Augenarzt?

Sofort, also am selben Tag, sollten Sie bei diesen Zeichen eine Augenärztin, einen Augenarzt oder eine Augenklinik aufsuchen:

  • starke, zunehmende Augenschmerzen
  • plötzlich deutlich schlechteres Sehen
  • starke Lichtscheu
  • Schmerzen mit Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Farbringen um Lichter – Hinweis auf einen akuten Glaukomanfall
  • eitriger Ausfluss mit Schmerzen und Sehverschlechterung
  • Verletzung, Verätzung oder ein Fremdkörper im Auge
  • Schmerzen, Rötung oder schlechteres Sehen in den ersten Tagen nach einer Operation am Auge

Weitere Warnzeichen finden Sie auf der Seite Notfall am Auge.

Wann innerhalb weniger Tage?

Innerhalb weniger Tage sollten Sie einen Termin vereinbaren, wenn:

  • eine Rötung am Fleck trotz Tränenersatz nach einigen Tagen nicht besser wird
  • die Rötung tief oder violett ist oder bohrend schmerzt – das kann auf eine Skleritis hinweisen; dann möglichst innerhalb von ein bis zwei Tagen
  • Sie kortisonhaltige Tropfen verwenden und Kopfschmerzen oder Nebelsehen bemerken
  • Sie den Fleck neu bemerkt haben und er schon auffällig aussieht

Wann zeitnah zur Abklärung?

Zeitnah, also innerhalb von einigen Wochen, sollte ein Lidspaltenfleck angesehen werden, wenn er sich verändert. Das betrifft vor allem:

  • sichtbares Wachstum
  • neue braune, schwarze oder lachsrosa Farbe
  • Knoten, eine unebene, verhornte oder wachsartige Oberfläche
  • auffällige, dicke Gefäße
  • Gewebe, das sich auf die Hornhaut schiebt
  • Blutung aus dem Fleck

Diese Zeichen bedeuten nicht automatisch etwas Schlimmes. Sie sollten aber ausgeschlossen werden, weil manche Tumoren der Bindehaut ähnlich beginnen.

Wann reicht ein Routinetermin?

Ein Routinetermin reicht, wenn Sie einen typischen gelblichen Fleck ohne Veränderung haben und höchstens leichtes Brennen spüren. Dann genügt es, ihn bei der nächsten regulären Untersuchung anzusprechen. Bis dahin helfen Tränenersatzmittel und Sonnenschutz.

9 Häufige Fragen

Was ist der gelbe Fleck in meinem Auge neben der Iris?

Meist handelt es sich um einen Lidspaltenfleck (Pinguecula), eine harmlose Verdickung der Bindehaut neben der Hornhaut. Er entsteht durch jahrelanges Sonnenlicht, Wind und Staub und ist ab dem mittleren Alter sehr häufig. Lassen Sie ihn einmal augenärztlich ansehen, damit andere Ursachen ausgeschlossen sind.

Ist eine Pinguecula gefährlich oder Krebs?

Nein, eine Pinguecula ist gutartig und kein Krebs. Sie beeinträchtigt das Sehen nicht. Nur wenn ein Fleck rasch wächst, Pigment, Knoten oder auffällige Gefäße bekommt, sollte ein Tumor ausgeschlossen werden.

Geht eine Pinguecula von selbst wieder weg?

In der Regel nicht. Eine Entzündung klingt ab, der Fleck selbst bleibt meist über Jahre bestehen. Tropfen lindern Beschwerden, entfernen aber den Fleck nicht. Dauerhaft beseitigen lässt er sich nur durch eine Operation oder einen Laser.

Was hilft, wenn die Pinguecula rot ist und brennt?

Zuerst helfen Tränenersatzmittel, möglichst ohne Konservierungsstoffe, und kühle Kompressen. Ist der Fleck entzündet (Pingueculitis), verschreibt die Augenärztin oder der Augenarzt meist für kurze Zeit milde kortisonhaltige oder andere entzündungshemmende Tropfen. Kortison-Tropfen sollten Sie nicht auf eigene Faust oder dauerhaft verwenden.

Wird aus einer Pinguecula ein Flügelfell?

Das ist möglich, aber nicht zwangsläufig und unter Fachleuten umstritten. Die Pinguecula selbst wächst nicht auf die Hornhaut. Ein Flügelfell schiebt sich dagegen auf die Hornhaut. Schiebt sich Gewebe Richtung Pupille, sollte das augenärztlich kontrolliert werden.

Muss eine Pinguecula operiert werden?

Meist nicht. Eine Operation kommt nur bei dauerhafter oder immer wiederkehrender Entzündung, bei Problemen mit Kontaktlinsen oder bei großer kosmetischer Belastung infrage. Der Eingriff ist kurz und ambulant; meist wird ein kleines Stück eigene Bindehaut auf die Wunde gelegt.

Kommt eine Pinguecula nach der Operation wieder?

Meist nicht, ein Rückfall ist aber möglich. Ein Bindehaut-Eigentransplantat und konsequenter UV-Schutz nach dem Eingriff senken das Risiko. Genaue Rückfallzahlen für die Pinguecula gibt es nicht.

Darf ich mit einer Pinguecula Kontaktlinsen tragen?

In der Regel ja. Reibt die Linse am Fleck oder entzündet er sich, sollten Sie die Linsen pausieren und die Anpassung überprüfen lassen. Ein anderer Durchmesser oder eine speziell angefertigte Linse kann helfen.

Wie kann ich einer Pinguecula vorbeugen?

Am wichtigsten ist eine Sonnenbrille mit 100 % UV-Schutz und Seitenschutz, dazu ein Hut mit Krempe, auch an bewölkten Tagen. Schützen Sie die Augen außerdem vor Wind und Staub und behandeln Sie trockene Augen. Beim Schweißen gehört immer ein geeigneter Augenschutz dazu.

Kann eine Pinguecula das Sehen verschlechtern?

Nein, eine Pinguecula liegt außerhalb der Hornhaut und verschlechtert die Sehschärfe nicht. Kurzes Verschwommensehen kann durch einen gestörten Tränenfilm entstehen und bessert sich nach dem Blinzeln. Bleibt das Sehen schlechter, steckt eine andere Ursache dahinter.

Bezahlt die Krankenkasse die Entfernung einer Pinguecula?

Wenn ein medizinischer Grund vorliegt, etwa eine chronische Entzündung, übernehmen die Krankenkassen in Deutschland und Österreich die Behandlung in der Regel. Eine rein kosmetische Entfernung ist meist selbst zu bezahlen. Klären Sie die Kosten vorab mit der Praxis und Ihrer Krankenkasse.

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Quellen

Dieser Artikel wurde aus Fachquellen in 4 Sprachen recherchiert (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch) und auf Deutsch zusammengefasst.

Alle 29 Quellen anzeigen
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  2. Pinguecula – DocCheck Flexikon (DE)
  3. Pinguecula H11.11 – Altmeyers Enzyklopädie (DE)
  4. Degenerationen, Dystrophien und Tumoren der Konjunktiven – AMBOSS (DE)
  5. Pterygium – gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit) (DE)
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  7. Pinguecula – StatPearls, NCBI Bookshelf (EN)
  8. Pinguecula – MedlinePlus, U.S. National Library of Medicine (EN)
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  29. Arzneimittel-Richtlinie, Anlage I (OTC-Übersicht) und Anlage V (verordnungsfähige Medizinprodukte) – Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) (DE)

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