Makula
Makuladegeneration, Makulaforamen, Makulaödem und andere Erkrankungen der Stelle des schärfsten Sehens.
- Altersabhängige MakuladegenerationDie altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung der Netzhautmitte, die das scharfe zentrale Sehen beim Lesen und beim Erkennen von Gesichtern beeinträchtigt, das seitliche Sehen aber verschont. Sie betrifft vor allem Menschen ab 60 und ist in Deutschland die häufigste Ursache für schwere Sehbehinderung im Alter; die feuchte Form lässt sich mit Spritzen ins Auge oft aufhalten, wenn sie früh behandelt wird.
- Epiretinale GlioseDie epiretinale Gliose ist ein dünnes, durchsichtiges Häutchen auf der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens; zieht es sich zusammen, legt es die Netzhaut in Falten, und gerade Linien wirken wellig oder Bilder unscharf. Sie ist gutartig, kommt vor allem nach dem 50. Lebensjahr vor und muss nur operiert werden, wenn sie im Alltag deutlich stört.
- MakulaforamenEin Makulaforamen ist ein kleines Loch in der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens; es entsteht meist ab 60 durch Zug des alternden Glaskörpers und zeigt sich durch Verzerrtsehen und einen Fleck in der Bildmitte. Mit einer Operation (Vitrektomie mit Gasfüllung) lässt es sich bei rund 85 bis über 90 Prozent der Betroffenen verschließen.
- Zentrale seröse ChorioretinopathieBei der zentralen serösen Chorioretinopathie (CSC) sammelt sich Flüssigkeit unter der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens; das Bild wird verzerrt, dunkler und kleiner. Betroffen sind vor allem Männer zwischen 30 und 55 Jahren, oft in Stressphasen oder unter Kortison, und meist heilt die akute Form innerhalb weniger Monate von selbst.
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- Diabetische Retinopathie Die diabetische Retinopathie ist eine Schädigung der feinen Blutgefäße der Netzhaut durch Diabetes, oft zusammen mit einer Schwellung der Stelle des schärfsten Sehens (diabetisches Makulaödem). Sie verläuft lange ohne Beschwerden, gehört zu den häufigsten Ursachen für Sehverlust im Erwerbsalter Durch regelmäßige Augenkontrollen und rechtzeitige Behandlung lässt sich ihr Fortschreiten oft bremsen und ein schwerer Sehverlust meist verhindern.