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Linse

Nachstar (Cataracta secundaria)

Der Nachstar (Cataracta secundaria) ist eine Trübung der hinteren Linsenkapsel, die Monate bis Jahre nach einer Grauer-Star-Operation entstehen kann und das Sehen wieder verschleiert. Je nach Quelle betrifft er etwa jedes fünfte bis jedes zweite operierte Auge innerhalb von fünf Jahren und lässt sich meist mit einer kurzen, schmerzlosen Laserbehandlung beheben.

Stand: November 2026 · Lesezeit ca. 32 Minuten · 30 Quellen in 4 Sprachen

1 Kurzübersicht

Der Nachstar ist eine Trübung der hinteren Linsenkapsel nach einer Operation des Grauen Stars. Bei dieser Operation entfernt die Augenärztin oder der Augenarzt die getrübte natürliche Linse, lässt aber deren dünne Hülle, die Kapsel, absichtlich im Auge. Die Kapsel hält die Kunstlinse sicher an ihrem Platz und trennt den vorderen Teil des Auges vom Glaskörper. Auf ihrer Rückseite kann sich später eine milchige Schicht bilden.

Der Nachstar ist keine Rückkehr des Grauen Stars und kein Fehler der Operation oder der Kunstlinse. Er entsteht, weil einzelne Zellen der früheren Linse in der Kapsel zurückbleiben, sich vermehren und über die Rückwand wachsen. Der Name „Star“ ist deshalb streng genommen irreführend; Fachleute sprechen von hinterer Kapseltrübung, englisch „posterior capsule opacification“ (PCO), französisch „opacification capsulaire postérieure“.

Die Beschwerden ähneln denen vor der ersten Operation: Das Sehen wird langsam wieder trüb, kontrastarm und blendempfindlicher. Das geschieht meist Monate bis Jahre nach einem zunächst guten Ergebnis. Tropfen, Tabletten oder eine neue Brille beseitigen die Trübung nicht.

Die Behandlung ist in aller Regel einfach: Mit einem Nd:YAG-Laser öffnet die Ärztin oder der Arzt die getrübte Kapsel in der Mitte. Der Eingriff dauert wenige Minuten, ist schmerzlos und erfolgt ambulant, ohne Schnitt. Ernste Komplikationen sind selten. Häufiger ist ein vorübergehender Anstieg des Augeninnendrucks; möglich sind auch eine Schwellung der Netzhautmitte und sehr selten eine Netzhautablösung.

Bei Kindern verläuft der Nachstar anders: Er tritt fast immer und viel früher auf und kann eine bleibende Schwachsichtigkeit verursachen. Deshalb wird die hintere Kapsel bei kleinen Kindern meist schon während der Star-Operation geöffnet.

2 Symptome

In diesem Kapitel (16)

Woran erkennt man einen Nachstar?

Ein Nachstar zeigt sich daran, dass das Sehen nach einer erfolgreichen Grauer-Star-Operation langsam wieder trüber, kontrastärmer und blendempfindlicher wird. Typisch ist der Verlauf: Erst sehen Sie nach der Operation deutlich besser, Wochen, Monate oder Jahre später schleicht sich wieder ein Schleier ein. Viele Betroffene beschreiben das Gefühl, „der Graue Star sei zurück“. Schmerzen, Rötung oder Ausfluss gehören nicht dazu.

Welche Beschwerden sind am häufigsten?

Am häufigsten sind verschwommenes Sehen, ein Schleier, nachlassendes Kontrastsehen und mehr Blendung. Diese Beschwerden nennen deutsch-, englisch-, französisch- und spanischsprachige Fachquellen übereinstimmend. Sie entstehen alle durch dasselbe: Die getrübte Kapsel streut das Licht, statt es klar zur Netzhaut durchzulassen.

BeschwerdeWie es sich anfühltWie häufig
Verschwommenes, milchiges SehenWie durch eine beschlagene Scheibe oder MilchglasLeitsymptom, fast immer
Nachlassende SehschärfeSchrift, Gesichter und Schilder werden unschärfersehr häufig
Weniger KontrastAlles wirkt blass, grau, flausehr häufig, oft früh
BlendungGegenlicht, Sonne und Scheinwerfer stören starkhäufig
Lichthöfe (Halos)Ringe oder Strahlen um Lampenhäufig, vor allem nachts
Schlechteres Sehen in der DämmerungUnsicherheit bei schwachem Lichthäufig
Einäugiges Doppelt- oder GeistersehenSchatten- oder Doppelbild mit nur einem Augegelegentlich
Veränderte BrillenwerteDie Brille passt scheinbar nicht mehrgelegentlich

Wie fühlt sich verschwommenes Sehen beim Nachstar an?

Das verschwommene Sehen beim Nachstar wirkt wie ein gleichmäßiger, milchiger Schleier über dem ganzen Bild. Es ist nicht scharf begrenzt wie ein Fleck und nicht verzerrt wie bei manchen Netzhauterkrankungen. Die Unschärfe nimmt meist schleichend über Wochen und Monate zu, deshalb fällt sie oft erst spät auf.

Fachleute werten einen Verlust von zwei oder mehr Zeilen auf der Sehtafel als bedeutsam. Je dichter die Trübung, desto schlechter die Sehschärfe: In einer chinesischen Studie sank die Sehschärfe mit jedem Schweregrad des Nachstars deutlich ab. Wird die Trübung nicht behandelt, kann das Sehen sogar schlechter werden als vor der ersten Operation.

Warum sieht alles blass und kontrastarm aus?

Die getrübte Kapsel streut Licht, dadurch verlieren Hell und Dunkel ihren klaren Unterschied. Bilder wirken grau und flau, als wäre die Farbe ausgewaschen. Das Kontrastsehen leidet oft schon, bevor die Sehschärfe auf der Sehtafel deutlich sinkt.

Das erklärt eine typische Situation in der Praxis: Sie erkennen beim Sehtest noch eine ordentliche Zeile, empfinden Ihr Sehen im Alltag aber als deutlich schlechter. Besonders schwierig sind graue Stufen, Bordsteinkanten, helle Schrift auf hellem Grund und Gesichter im Halbschatten. Die Farbwahrnehmung selbst bleibt laut Fachliteratur vergleichsweise lange erhalten, Farben wirken aber matter.

Blendung und Lichthöfe: warum Scheinwerfer plötzlich stören

Blendung entsteht, weil die unebene, getrübte Kapsel helles Licht in alle Richtungen streut. Gegenverkehr bei Nacht, tief stehende Sonne, Schnee oder spiegelnde Flächen werden unangenehm grell. Um Straßenlaternen und Scheinwerfer zeigen sich Ringe oder Strahlenkränze.

Viele Betroffene merken den Nachstar zuerst beim Autofahren in der Dämmerung oder bei Nacht. Ein Ring aus Zellmaterial am Rand der Kapsel, der sogenannte Soemmering-Ring, kann bei starker Ausprägung zusätzlich Blendung verursachen. Blendung ist auch dann ein Behandlungsgrund, wenn die Sehschärfe noch gut gemessen wird.

Schlechteres Sehen in der Dämmerung und bei Nacht

In der Dämmerung wird die Pupille weit, dadurch fällt mehr Licht durch die getrübten Randbereiche der Kapsel. Gleichzeitig ist der Kontrast bei schwachem Licht ohnehin gering. Beides zusammen macht das Sehen in der Dämmerung und nachts besonders unsicher.

Doppelbilder mit nur einem Auge

Manche Menschen sehen beim Nachstar mit einem Auge doppelt oder ein Schattenbild neben Buchstaben und Lichtern. Das nennt man einäugige (monokulare) Doppelbilder: Sie bleiben bestehen, wenn Sie das andere Auge zuhalten. Ursache sind ungleichmäßige Trübungen oder Falten der Kapsel, die das Licht in mehrere Bilder aufteilen.

Englische und spanische Quellen nennen Doppelbilder ausdrücklich als Grund für eine Laserbehandlung. Verschwinden Doppelbilder dagegen, wenn Sie ein Auge abdecken, liegt die Ursache meist nicht im Auge selbst, sondern im Zusammenspiel beider Augen. Das muss gesondert abgeklärt werden.

Passt die Brille plötzlich nicht mehr?

Ja, das kommt vor: Die Kapseltrübung kann die gemessenen Brillenwerte leicht verschieben. Eine spanische Übersichtsarbeit beschreibt eine Tendenz in Richtung Weitsichtigkeit und gemischter Hornhautverkrümmung. Eine neue Brille hilft dann aber nur wenig, weil der Schleier bleibt.

Wenn Sie nach einer Star-Operation das Gefühl haben, „schon wieder eine neue Brille zu brauchen“, lohnt sich daher eine Untersuchung bei der Augenärztin oder dem Augenarzt, bevor Sie zum Optiker gehen.

Wie zeigt sich ein Nachstar im Alltag?

Im Alltag fällt ein Nachstar meist bei Tätigkeiten auf, die gutes Kontrastsehen und wenig Blendung brauchen. Typische Situationen:

  • Lesen: Die Schrift wirkt grau, Sie brauchen mehr Licht, aber zu helles Licht blendet.
  • Autofahren: Gegenverkehr blendet, Verkehrsschilder sind später lesbar, die Fahrt in der Dämmerung wird anstrengend.
  • Fernsehen und Bildschirm: Untertitel und Gesichter sind unscharf.
  • Draußen: Bei Sonne oder Schnee kneifen Sie die Augen zusammen; Treppen und Bordsteine sind schlechter zu erkennen.
  • Beruf und Hobby: Feinarbeiten, Handarbeit, Sport mit schnellen Bällen oder Arbeiten am Computer fallen schwerer.

Wann nach der Grauer-Star-Operation tritt ein Nachstar auf?

Ein Nachstar entsteht meist Monate bis einige Jahre nach der Operation. Die Zellen beginnen schon in den ersten Tagen nach dem Eingriff sich zu vermehren, eine sichtbare Trübung braucht aber meist deutlich länger. In Studien lag die Zeit bis zur Laserbehandlung meist zwischen knapp einem und etwa zwei Jahren, sie kann aber auch viele Jahre betragen.

Eine frühe Verschlechterung in den ersten Tagen oder Wochen nach der Operation ist dagegen meist kein Nachstar. Dann kommen eher eine Entzündung, eine Schwellung der Netzhautmitte, ein erhöhter Augendruck oder eine Infektion infrage. Diese Ursachen müssen rasch abgeklärt werden.

Betrifft ein Nachstar ein oder beide Augen?

Ein Nachstar betrifft jedes operierte Auge für sich. Wurden beide Augen operiert, kann er an beiden Augen auftreten, aber oft zu verschiedenen Zeiten und unterschiedlich stark. Häufig bemerken Betroffene zuerst einen deutlichen Unterschied zwischen beiden Augen.

Ein solcher Seitenunterschied kann das räumliche Sehen und das Abschätzen von Entfernungen stören. Britische Patienteninformationen nennen einen deutlichen Unterschied zwischen beiden Augen ausdrücklich als möglichen Behandlungsgrund.

Spüre ich den Nachstar immer?

Nein, Beschwerden und Befund passen nicht immer zusammen. Manche Menschen haben eine deutlich sichtbare Trübung und sehen trotzdem gut, weil die Mitte frei ist. Andere haben nur eine zarte Trübung genau in der Sehachse und leiden stark unter Blendung. Entscheidend ist, ob die Trübung die zentrale Zone von etwa drei Millimetern erreicht, durch die das Licht beim Sehen fällt.

Ein Nachstar kann auch ohne Beschwerden wichtig werden: Er kann der Augenärztin oder dem Augenarzt den Blick auf die Netzhaut verstellen. Das ist bedeutsam, wenn die Netzhaut regelmäßig kontrolliert werden muss, etwa bei Diabetes oder nach einer Netzhauterkrankung.

Was bemerken Angehörige?

Angehörige bemerken oft zuerst, dass sich das Verhalten ändert, bevor die betroffene Person selbst von einer Sehverschlechterung spricht. Fachquellen beschreiben dazu wenig; aus den typischen Beschwerden ergeben sich aber häufige Beobachtungen:

  • Die Person fährt nachts oder in der Dämmerung nicht mehr gern Auto.
  • Sie braucht beim Lesen mehr Licht oder hält Texte näher.
  • Sie meidet grelles Licht, trägt öfter eine Sonnenbrille oder kneift die Augen zusammen.
  • Sie erkennt Bekannte auf der Straße später.
  • Sie wird auf Treppen oder bei Stufen unsicherer.
  • Sie sagt, die Operation habe „nicht lange gehalten“.

Gerade ältere Menschen schreiben eine Verschlechterung oft dem Alter zu. Ein Hinweis aus dem Umfeld kann helfen, einen Termin zu vereinbaren.

Woran erkennen Eltern einen Nachstar beim Kind?

Kleine Kinder können nicht sagen, dass sie schlechter sehen, deshalb wird ein Nachstar bei ihnen meist bei den Kontrolluntersuchungen entdeckt. Nach einer Star-Operation im Kindesalter trübt sich die Sehachse sehr häufig und rasch, wenn die hintere Kapsel erhalten blieb. Je jünger das Kind, desto schneller bildet sich die Trübung. Bleibt die Kapsel bei älteren Kindern erhalten, ist das Risiko laut einer amerikanischen Fachübersicht etwa 12 bis 24 Monate nach der Operation am höchsten.

Eltern können auf folgende Zeichen achten, auch wenn sie nicht spezifisch für den Nachstar sind:

  • Das Kind greift unsicherer nach Dingen oder stößt häufiger an.
  • Es fixiert Gesichter oder Spielzeug schlechter.
  • Ein Auge beginnt zu schielen (siehe Schielen).
  • Es reibt sich das Auge, kneift es bei Licht zu oder dreht den Kopf.
  • Die Pupille wirkt grau oder weißlich statt schwarz, oder der Rotreflex auf Fotos mit Blitz fehlt.

Die eigentliche Gefahr ist die Schwachsichtigkeit (Amblyopie): Bekommt das Gehirn vom trüben Auge kein scharfes Bild, lernt dieses Auge nicht richtig zu sehen. Diese Gefahr ist umso größer, je jünger das Kind ist und je schneller sich die Trübung bildet. Deshalb sind die Kontrolltermine nach einer kindlichen Star-Operation so wichtig.

Besonderheiten bei älteren Menschen

Bei älteren Menschen überlagert sich der Nachstar oft mit anderen Augenerkrankungen. Eine altersabhängige Makuladegeneration, ein Grüner Star oder eine diabetische Netzhauterkrankung können ähnliche Beschwerden verursachen. Die Laserbehandlung bessert dann nur den Anteil, der von der Kapsel kommt.

Wer schlechter sieht, stürzt leichter und traut sich weniger zu. Ein unbehandelter Nachstar kann die Selbstständigkeit im Alltag daher spürbar einschränken, obwohl er sich meist leicht beheben lässt.

Welche Beschwerden passen nicht zum Nachstar?

Plötzliche Beschwerden passen nicht zum Nachstar, weil er sich immer schleichend entwickelt. Folgende Zeichen deuten auf etwas anderes hin und gehören rasch, teils sofort, zur Augenärztin oder zum Augenarzt:

  • Lichtblitze, ein „Rußregen“ aus vielen neuen schwarzen Punkten oder ein dunkler Schatten oder Vorhang: mögliche Netzhautablösung.
  • Verzerrtes Sehen, gerade Linien wirken wellig: mögliche Schwellung oder Erkrankung der Netzhautmitte.
  • Schmerzen, deutliche Rötung, Lichtscheu: mögliche Entzündung, Druckanstieg oder Infektion.
  • Plötzlicher Sehverlust auf einem Auge: mögliche Gefäßverschlüsse oder andere Notfälle.
  • Ein Fleck oder Loch in der Bildmitte: eher eine Makulaerkrankung.

3 Ursachen und Risikofaktoren

In diesem Kapitel (8)

Wie entsteht ein Nachstar?

Ein Nachstar entsteht, weil Zellen der früheren Linse nach der Operation in der Kapsel zurückbleiben, sich vermehren und über die Rückwand der Kapsel wachsen. Diese Linsenepithelzellen sitzen vor allem am Rand der Kapsel, am sogenannten Äquator. Auch bei sorgfältigster Operation lassen sie sich nicht vollständig entfernen.

Fachleute unterscheiden drei Vorgänge: Die Zellen vermehren sich, sie wandern vom Rand zur Mitte der Hinterkapsel und sie verwandeln sich in andere Zelltypen. Die Vermehrung ist schon drei bis vier Tage nach der Operation am stärksten. Botenstoffe wie TGF-beta und FGF-2 steuern diese Vorgänge. Erst wenn die Trübung die Mitte und damit die Sehachse erreicht, sinkt die Sehschärfe.

Warum bleibt die Linsenkapsel überhaupt im Auge?

Die Kapsel bleibt im Auge, weil sie die Kunstlinse sicher hält und eine wichtige Schutzwand bildet. Sie trennt den vorderen Augenabschnitt vom Glaskörper und senkt damit das Risiko von Komplikationen im hinteren Auge, etwa einer Schwellung der Netzhautmitte oder einer Netzhautablösung. Die moderne Operation des Grauen Stars erhält die Kapsel deshalb bewusst. Der Preis dafür ist die Möglichkeit einer späteren Trübung.

Welche Formen des Nachstars gibt es?

Man unterscheidet vor allem einen Perlen-Nachstar und einen fibrösen Nachstar, dazu Mischformen. Die Form spielt für die Behandlung meist keine große Rolle, erklärt aber, warum der Nachstar unterschiedlich aussieht und sich unterschiedlich anfühlt.

FormWas man siehtBesonderheit
Perlen-Nachstar (Elschnig-Perlen)Klare, runde Bläschen aus aufgequollenen Zellen, wie FischlaichVerursacht einen Großteil der Sehverschlechterung; in einer Serie aus Guyana die häufigste Form (68,5 %)
Fibröser NachstarWeißliche Schleier, Falten und Runzeln der KapselZellen verwandeln sich in faserbildende Zellen; die Kapsel kann schrumpfen
MischformPerlen und Fibrose nebeneinanderHäufig; Perlen entstehen wohl eher zuerst, Fibrose später
Soemmering-RingRing aus Zellmaterial am Rand der KapselKann bei starker Ausprägung blenden
VorderkapseltrübungTrübung und Schrumpfung der vorderen KapselöffnungBeginnt im ersten Monat und schreitet bis etwa sechs Monate fort

Ist ein Nachstar ein Operationsfehler?

Nein, ein Nachstar ist kein Operationsfehler und kein Defekt der Kunstlinse. Er ist eine natürliche Heilungsreaktion des Auges, die auch nach einer völlig unkomplizierten Operation auftreten kann. Deutsche, britische, französische und spanische Patienteninformationen betonen das ausdrücklich. Operationstechnik und Linsenwahl beeinflussen allerdings, wie oft er vorkommt.

Wer hat ein höheres Risiko?

Das größte Risiko haben Menschen, die in jungen Jahren an der Linse operiert wurden. Kinder haben mehr Linsenzellen mit höherer Teilungsfreude, daher bildet sich bei ihnen der Nachstar fast immer. Auch bei jüngeren Erwachsenen ist er deutlich häufiger als bei älteren: In einer chinesischen Studie hatten 34,7 % der unter 60-Jährigen einen Nachstar, aber nur 7,4 % der über 60-Jährigen.

Weitere Risikofaktoren aus den ausgewerteten Studien:

  • Diabetes mellitus: in mehreren Studien häufiger und stärker ausgeprägt, unabhängig vom Stadium der Netzhautveränderung.
  • Uveitis (Entzündung der mittleren Augenhaut, siehe Uveitis).
  • Retinitis pigmentosa und myotone Dystrophie: hier sind oft wiederholte Behandlungen nötig.
  • Grauer Star nach Verletzung: in einer Übersicht bis zu 92 % nach drei Jahren.
  • Frühere Glaskörperoperation (Vitrektomie).
  • Ältere Operationstechnik (extrakapsuläre Extraktion ohne Phakoemulsifikation) und zurückgebliebene Rindenreste.
  • Multifokallinsen: In einer Studie brauchten 15,5 % mit Multifokallinse einen Laser, gegenüber 5,8 % mit Einstärkenlinse.

Welche Rolle spielt die Kunstlinse?

Den deutlichsten Einfluss hat die Form des Linsenrandes: Linsen mit scharfer, rechteckiger Hinterkante bremsen die Zellwanderung. Eine Cochrane-Übersicht mit 66 randomisierten Studien fand bei solchen Linsen deutlich weniger Nachstar und weniger Laserbehandlungen. Die Kante wirkt wie eine Barriere, an der die Zellen nicht so leicht in die Mitte wandern.

Beim Material ist die Lage widersprüchlich. Einzelne Studien fanden mehr Nachstar bei hydrophilen (wasserliebenden) Acryllinsen oder bei Linsen aus PMMA und Hydrogel; die Cochrane-Übersicht fand keinen klaren Unterschied zwischen den Materialien. Ein- oder dreiteilige Linsen unterscheiden sich nicht. Günstig ist, wenn die Linse im Kapselsack sitzt und der Rand der vorderen Kapselöffnung die Linse rundum etwas überlappt.

Erhöht Kurzsichtigkeit das Risiko?

Ob Kurzsichtigkeit den Nachstar selbst häufiger macht, ist nicht sicher geklärt. Eine spanische Übersicht nennt ein um 40 bis 60 % höheres Risiko, eine ältere englische Auswertung fand keinen Zusammenhang mit der Augenlänge. Sicher ist dagegen: Bei starker Kurzsichtigkeit ist das Risiko einer Netzhautablösung nach der Laserbehandlung höher.

Ist „Cataracta secundaria“ immer ein Nachstar?

Nicht ganz: Der Begriff wird in manchen Wörterbüchern auch für einen Grauen Star verwendet, der als Folge anderer Krankheiten entsteht. Gemeint ist dann eine Linsentrübung bei Diabetes, chronischer Uveitis, Retinitis pigmentosa, myotoner Dystrophie oder Neurodermitis. In diesem Artikel geht es ausschließlich um die Trübung der Kapsel nach einer Star-Operation.

4 Diagnose

In diesem Kapitel (5)

Wie stellt die Augenärztin oder der Augenarzt einen Nachstar fest?

Ein Nachstar wird mit dem Spaltlampenmikroskop erkannt, meist bei erweiterter Pupille. Die Ärztin oder der Arzt sieht die Kapsel hinter der Kunstlinse direkt und kann Trübungen, Perlen und Falten beurteilen. Besonders gut sichtbar wird die Trübung im Gegenlicht (Retroillumination), wenn das Licht von der Netzhaut zurückgeworfen wird.

Welche Untersuchungen gehören dazu?

Die deutsche Leitlinie des Berufsverbands der Augenärzte (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) nennt eine Reihe von Grunduntersuchungen vor der Laserbehandlung. Sie sollen sicherstellen, dass die Sehminderung wirklich vom Nachstar kommt:

  1. Gespräch: Wann war die Star-Operation, seit wann und wie stark hat sich das Sehen verschlechtert, welche Medikamente nehmen Sie?
  2. Sehschärfe, bei Bedarf mit Bestimmung der Brillenwerte.
  3. Spaltlampenuntersuchung des vorderen und mittleren Auges.
  4. Augendruckmessung.
  5. Untersuchung des Augenhintergrunds, wenn nötig mit Pupillenerweiterung.
  6. Aufklärung über Nutzen und Risiken der Behandlung.

Spanische Fachquellen empfehlen zusätzlich die Messung des Kontrastsehens, weil es beim Nachstar oft stärker leidet als die Sehschärfe.

Wann sind weitere Untersuchungen nötig?

Weitere Untersuchungen sind nötig, wenn der Befund die Sehverschlechterung nicht ausreichend erklärt. Dann prüft die Ärztin oder der Arzt, ob zusätzlich eine Erkrankung der Netzhautmitte vorliegt. Wichtigstes Hilfsmittel ist die optische Kohärenztomografie (OCT), eine Art Ultraschall mit Licht, die die Schichten der Netzhaut sichtbar macht.

Ist die Trübung so dicht, dass man die Netzhaut kaum sieht, können spezielle Geräte abschätzen, wie gut das Auge nach der Behandlung sehen könnte. In unklaren Fällen kommen weitere Bildgebungen des vorderen Augenabschnitts infrage. Die deutsche Leitlinie verlangt eine erweiterte Basisdiagnostik auch dann, wenn die letzte ausführliche Augenuntersuchung über ein Jahr zurückliegt.

Was kann sonst hinter einer Sehverschlechterung nach der Star-Operation stecken?

Nicht jede Sehverschlechterung nach einer Star-Operation ist ein Nachstar. Die Augenärztin oder der Augenarzt grenzt vor allem folgende Ursachen ab:

Mögliche UrsacheTypischer Hinweis
Schwellung der Netzhautmitte (zystoides Makulaödem)Verzerrtes, unscharfes Sehen, oft in den ersten Wochen nach der Operation; im OCT sichtbar
Altersabhängige MakuladegenerationVerzerrungen, Fleck in der Bildmitte
Häutchen auf der Netzhautmitte (epiretinale Gliose) oder MakulalochVerzerrtes Sehen, gerade Linien wirken wellig
Diabetisches MakulaödemBekannter Diabetes, schwankendes Sehen
GlaukomMeist unbemerkte Gesichtsfeldausfälle, erhöhter Augendruck
Trübung der Kunstlinse selbstTrübung liegt in der Linse, nicht dahinter; Laser hilft nicht
Flüssigkeit im Kapselsack hinter der LinseSeltene Spätveränderung, an der Spaltlampe oder im OCT erkennbar
Veränderte Brillenwerte oder trockenes AugeSchwankendes Sehen, Brennen; Besserung mit Brille oder Tränenersatz

Diese Abklärung ist wichtig, weil der Laser nur die Kapseltrübung beseitigt. Liegt ein Teil der Sehminderung an der Netzhaut, bleibt dieser Teil nach der Behandlung bestehen.

Kann man einen Nachstar selbst testen?

Nein, einen Nachstar können Sie zu Hause nicht sicher erkennen. Sie können aber Beobachtungen sammeln, die bei der Untersuchung helfen: Wann begann die Verschlechterung, ist ein Auge stärker betroffen, stört vor allem Blendung oder Unschärfe? Decken Sie dazu abwechselnd ein Auge ab. Ein Gittertest (Amsler-Gitter) hilft, Verzerrungen zu bemerken, die eher auf die Netzhaut hinweisen.

5 Behandlung

In diesem Kapitel (14)

Wie wird ein Nachstar behandelt?

Ein Nachstar wird mit dem Nd:YAG-Laser behandelt: Der Laser öffnet die getrübte Kapsel in der Mitte, sodass das Licht wieder frei zur Netzhaut gelangt. Der Eingriff heißt YAG-Laser-Kapsulotomie, wörtlich „Eröffnung der Kapsel“. Er ist laut deutscher Leitlinie, britischen, französischen und spanischen Quellen die Standardbehandlung. Die Kunstlinse bleibt dabei an ihrem Platz.

Augentropfen, Tabletten oder eine neue Brille können den Nachstar nicht beseitigen. Medikamente, die die Trübung auflösen oder sicher verhindern, gibt es bisher nicht. Ohne Behandlung bleibt das Sehen gleich oder wird schlechter; eine Besserung von selbst ist nicht zu erwarten.

Wann sollte ein Nachstar gelasert werden?

Ein Nachstar sollte gelasert werden, wenn er das Sehen im Alltag spürbar einschränkt oder den Blick auf die Netzhaut verstellt. Eine sichtbare Trübung allein ist noch kein Grund. Die deutsche Leitlinie nennt zwei Gruppen von Gründen:

  • Funktionseinbußen, die private oder berufliche Anforderungen beeinträchtigen oder Eignungsvoraussetzungen gefährden, zum Beispiel die Fahrtauglichkeit.
  • Zwingende medizinische Gründe, vor allem wenn die Ärztin oder der Arzt die Netzhaut nicht mehr ausreichend beurteilen kann, etwa bei diabetischer Retinopathie oder nach einer Netzhautablösung.

Britische Patienteninformationen nennen zusätzlich Blendung, Doppelbilder und einen deutlichen Unterschied zwischen beiden Augen. Vorbeugend, also ohne Trübung, oder gleichzeitig mit der Star-Operation wird bei Erwachsenen nicht gelasert. Eine kubanische Fachempfehlung rät, frühestens sechs Monate nach der Star-Operation zu lasern.

Spielt der Zeitpunkt der Laserbehandlung eine Rolle?

Ja, ein sehr früher Laser scheint mit mehr Komplikationen verbunden zu sein. Die große französische Krankenkassen-Studie FreYAG2 mit 6.210 Patientinnen und Patienten fand: Wurde weniger als ein Jahr nach der Star-Operation gelasert, war das Risiko für eine Schwellung der Netzhautmitte um die Hälfte höher. Bei einem Laser innerhalb von zwei Jahren war das Risiko für einen Druckanstieg um etwa 30 % höher.

Eine feste Wartezeit leitet die Studie daraus nicht ab. Für Sie heißt das: Eine Behandlung ist sinnvoll, wenn der Nachstar wirklich stört, aber es gibt keinen Grund, eine leichte Trübung vorsorglich lasern zu lassen.

Wie läuft die YAG-Laser-Behandlung ab?

Die Behandlung läuft ambulant ab und dauert selbst nur etwa fünf bis zehn Minuten. Mit Vorbereitung und Nachkontrolle sollten Sie etwa ein bis zwei Stunden einplanen. Die Schritte ähneln sich in den Patienteninformationen aus Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Frankreich und Spanien:

  1. Vorbereitung: Sehtest, Augendruckmessung und Aufklärungsgespräch; Sie unterschreiben eine Einwilligung.
  2. Pupillenerweiterung: Tropfen erweitern die Pupille; sie wirken nach etwa 10 bis 30 Minuten. Oft gibt es zusätzlich einen Tropfen, der einem Druckanstieg vorbeugt.
  3. Betäubung: Betäubungstropfen machen die Hornhautoberfläche unempfindlich. Eine Spritze ist nicht nötig.
  4. Am Gerät: Sie sitzen vor einem Gerät, das wie das übliche Untersuchungsmikroskop aussieht, Kinn und Stirn liegen an einer Stütze.
  5. Kontaktglas: Meist setzt die Ärztin oder der Arzt ein kleines Glas auf das Auge. Es hält die Lider offen und bündelt den Laserstrahl.
  6. Laserimpulse: Kurze, gezielte Impulse öffnen die Kapsel in der Mitte, meist auf eine Fläche von etwa 3 bis 4 Millimetern. Sie hören ein Klicken und sehen Lichtblitze.
  7. Nachkontrolle: Nach etwa einer Stunde wird der Augendruck erneut gemessen.

Tut die Laserbehandlung weh?

Nein, die YAG-Laser-Behandlung ist schmerzlos. Die meisten Menschen nehmen nur Lichtblitze, ein helles Licht und ein leises Klicken wahr, manche ein leichtes „Plopp“. Der Laserstrahl selbst ist unsichtbar. Das Kontaktglas kann sich ungewohnt anfühlen, tut aber nicht weh.

Wichtig ist, ruhig zu sitzen und auf das Ziellicht zu schauen. Selten reagiert der Kreislauf während oder kurz nach der Behandlung mit Unwohlsein oder Schwindel; sagen Sie dann sofort Bescheid.

Was passiert nach der Behandlung?

Nach der Behandlung ist das Sehen meist einige Stunden verschwommen und blendempfindlich, vor allem wegen der erweiterten Pupille. Sie dürfen deshalb nicht selbst Auto fahren; französische Patientenblätter nennen mindestens drei Stunden. Kommen Sie am besten mit Begleitung und nehmen Sie eine Sonnenbrille mit.

Je nach Befund verordnet die Ärztin oder der Arzt Tropfen gegen Entzündung, meist für einige Tage bis etwa zwei Wochen, und bei Bedarf drucksenkende Tropfen oder Tabletten. Ihre gewohnten Augentropfen, auch Glaukomtropfen, nehmen Sie wie gewohnt weiter, wenn nichts anderes gesagt wird. Die meisten Menschen können ihren Alltag sofort oder ab dem nächsten Tag normal fortsetzen.

Wie gut wirkt die Laserbehandlung?

Die Laserbehandlung wirkt bei den allermeisten Menschen sehr gut: Das Sehen wird oft schon nach Stunden, spätestens nach wenigen Tagen wieder klar. Ist das übrige Auge gesund, erreicht es in der Regel wieder die Sehschärfe wie vor der Trübung. In einer Serie von 560 Behandlungen besserte sich die Sehschärfe bei 93,9 %; in einer kubanischen Serie erreichten 93,2 % eine Sehschärfe über 0,7.

Wenn sich das Sehen nicht wie erwartet bessert, steckt meist eine zweite Ursache dahinter, zum Beispiel eine Makuladegeneration oder ein Makulaödem. Die Kapsel ist dann frei, aber die Netzhaut begrenzt das Sehen.

Muss die Behandlung wiederholt werden?

Meist reicht eine einzige Behandlung pro Auge. Die geöffnete Stelle der Kapsel wächst nicht wieder zu. Selten ist eine Nachbehandlung nötig, etwa wenn die Öffnung zu klein war, sich Zellen am Rand erneut in die Mitte schieben oder bei Menschen mit besonders hohem Risiko wie bei myotoner Dystrophie. Dann kann erneut gelasert oder in Ausnahmefällen operiert werden.

Welche Risiken hat die YAG-Laser-Behandlung?

Die YAG-Laser-Behandlung gilt als sicher, Komplikationen sind aber möglich und meist vorübergehend. Wie häufig sie angegeben werden, hängt stark davon ab, was gezählt wird: Patientenblätter beschreiben sie als selten, die französische Studie FreYAG2 zählte auch vorübergehende Druckanstiege mit und kam auf mindestens eine Komplikation bei 13 % innerhalb eines Jahres.

KomplikationHäufigkeit (Anhaltspunkt)Was passiert
Vorübergehender Augendruckanstieghäufig; in FreYAG2 etwa 10 %Meist in den ersten Stunden; Tropfen oder Tabletten senken den Druck. Selten bleibt der Druck dauerhaft erhöht.
Schwellung der Netzhautmitte (zystoides Makulaödem)gelegentlich; Angaben von unter 1 % bis 6 %Unscharfes oder verzerrtes Sehen nach Tagen bis Wochen; bildet sich meist von selbst oder mit Tropfen zurück
Leichte Entzündung im Augehäufig, meist mildSpricht gut auf entzündungshemmende Tropfen an
Schwebeteilchen (Mouches volantes)häufigKleine Kapselteile im Glaskörper; meist harmlos, verblassen in Tagen bis Wochen
Spuren auf der Kunstlinsegelegentlich (Studien: etwa 3 bis 8 %)Winzige Laserspuren; fast nie mit Folgen für das Sehen
Netzhautriss oder Netzhautablösungselten; in FreYAG2 unter 1 % nach 18 MonatenKann Tage bis Monate später auftreten; Notfall, meist gut operierbar
Verschiebung der KunstlinseAusnahmefallSehverschlechterung; kann eine Operation erfordern
Sehr seltene EreignisseEinzelfälleHornhautschwellung, Blutung aus der Iris, Makulaloch, Augeninfektion

Wie hoch ist das Risiko einer Netzhautablösung?

Eine Netzhautablösung nach dem Laser ist selten, aber die ernsteste Komplikation. Die verlässlichste aktuelle Zahl stammt aus der französischen Studie FreYAG2: unter 1 % innerhalb von 18 Monaten. Ältere oder kleinere Studien nennen teils höhere Werte, sie sind aber schwer vergleichbar und gelten als unsicher. Ob der Laser das Risiko wirklich erhöht oder ob vor allem dieselben Risikogruppen betroffen sind, wird in der Fachwelt unterschiedlich bewertet.

Einig sind sich die Quellen bei den Risikogruppen: starke Kurzsichtigkeit und lange Augen, jüngere Menschen, frühere Netzhautrisse oder Netzhautablösung. Eine Netzhautablösung lässt sich in den meisten Fällen operativ wieder anlegen, wenn sie früh behandelt wird. Darum ist es so wichtig, die Warnzeichen zu kennen.

Wer braucht besondere Vorsicht?

Besondere Vorsicht ist bei Menschen geboten, deren Auge empfindlicher auf Druck- oder Entzündungsreaktionen reagiert. Dazu gehören Menschen mit Glaukom oder erhöhtem Augendruck, mit Uveitis, mit Diabetes, mit starker Kurzsichtigkeit, mit früheren Netzhauterkrankungen und mit einer aktiven feuchten Makuladegeneration. Bei ihnen beugt die Ärztin oder der Arzt einem Druckanstieg gezielt vor und kontrolliert früher.

Aufgeschoben wird die Behandlung meist bei einer aktiven Entzündung im Auge, bei einem frischen Makulaödem, bei einer instabilen Netzhauterkrankung oder wenn ein Austausch der Kunstlinse geplant ist. Im letzten Fall würde die geöffnete Kapsel die spätere Operation erschweren.

Gibt es Alternativen zum Laser?

Ja, aber sie werden nur selten gebraucht. Wenn der Laser nicht möglich ist, etwa weil jemand nicht ruhig sitzen kann, bei sehr dicker Trübung oder bei kleinen Kindern, kann die Kapsel operativ geöffnet, poliert oder abgesaugt werden. Dazu ist ein kleiner Schnitt am Hornhautrand nötig, die Betäubung erfolgt mit Tropfen, Spritze oder in Einzelfällen mit Vollnarkose. Manchmal werden Fäden gelegt, die nach einigen Wochen entfernt werden.

Wie wird ein Nachstar bei Kindern behandelt?

Bei Kindern wird dem Nachstar meist schon bei der Star-Operation vorgebeugt, indem die hintere Kapsel gleich mit geöffnet wird. Weil sich die Trübung bei kleinen Kindern rasch und praktisch immer bildet, entfernt die Operateurin oder der Operateur ein zentrales Stück der Hinterkapsel und meist auch den vorderen Teil des Glaskörpers (vordere Vitrektomie). Eine spanische Studie mit 120 Augen zeigte, dass erst die Kombination beider Schritte die Sehachse zuverlässig frei hält.

Eine ältere Empfehlung aus der amerikanischen Fachgesellschaft AAO (2006) richtet sich nach dem Alter:

Alter des KindesVorgehen bei der Star-Operation
bis etwa 5 JahreHintere Kapsel öffnen und vorderen Glaskörper entfernen
5 bis 8 JahreKapsel öffnen oder erhalten, je nachdem, ob das Kind später beim Laser mitarbeiten kann
ab etwa 8 JahrenKapsel meist erhalten; ein späterer Nachstar wird wie bei Erwachsenen gelasert
jedes AlterKapsel sofort öffnen, wenn kein Laser verfügbar ist oder das Kind nicht mitarbeiten kann

Größere, kooperative Kinder können wie Erwachsene am Gerät sitzend gelasert werden. Bei kleineren Kindern ist eine Beruhigung oder Narkose nötig, oder die Sehachse wird operativ freigemacht. Parallel läuft meist eine Behandlung gegen Schwachsichtigkeit: eine passende Brille oder Kontaktlinse und oft das Abkleben des besseren Auges.

Wer übernimmt die Kosten in Deutschland und Österreich?

Ist die Behandlung medizinisch notwendig, wird sie in Deutschland und Österreich üblicherweise über die Krankenkasse abgerechnet. In Österreich übernimmt die Sozialversicherung notwendige und zweckmäßige Diagnose- und Therapiemaßnahmen; je nach Versicherungsträger können Selbstbehalte anfallen. Die genauen Bedingungen hängen von Kasse und Einrichtung ab, klären Sie diese am besten vor dem Termin mit der Praxis.

Zur Einordnung andere Länder: In Frankreich hat die Behandlung einen eigenen Abrechnungscode (CCAM BFPP001), in Großbritannien erfolgt sie kostenfrei im NHS, teils durch speziell ausgebildete Pflegefachkräfte, und in Spanien gehört sie zum öffentlichen Gesundheitssystem. In Deutschland gilt der Laser laut Leitlinie als ambulante Behandlung, die keinen Operationssaal erfordert.

6 Verlauf und Prognose

In diesem Kapitel (6)

Wie verläuft ein Nachstar ohne Behandlung?

Ohne Behandlung bleibt ein Nachstar bestehen oder wird langsam dichter. Die Trübung beginnt meist am Rand der Kapsel und wandert zur Mitte. Sobald sie die Sehachse erreicht, nimmt das Sehen schrittweise ab. Eine spontane Rückbildung ist nicht zu erwarten.

Bei Erwachsenen ist der Nachstar selbst nicht gefährlich für das Auge. Er schädigt weder Netzhaut noch Sehnerv. Anders bei kleinen Kindern: Dort kann er eine bleibende Schwachsichtigkeit auslösen. Er kann aber die Lebensqualität, die Selbstständigkeit und die Fahrtauglichkeit deutlich einschränken und die Kontrolle anderer Augenerkrankungen behindern.

Wie ist die Prognose nach der Laserbehandlung?

Die Prognose ist sehr gut: Der Sehverlust durch den Nachstar ist in aller Regel vollständig umkehrbar. Ist das Auge sonst gesund, kehrt das Sehen auf das Niveau nach der ersten Operation zurück. Die Besserung tritt meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen ein und hält dauerhaft.

Eingeschränkt bleibt das Ergebnis, wenn andere Augenerkrankungen bestehen, etwa eine Makuladegeneration, ein Glaukom oder eine diabetische Netzhauterkrankung. Dann bessert der Laser nur den Anteil der Sehminderung, der von der Kapsel stammt.

Kann ein Nachstar wiederkommen?

Ein erneuter Nachstar nach dem Laser ist selten. Die geöffnete Mitte der Kapsel bleibt offen, weil dort keine Kapsel mehr ist, auf der Zellen wachsen könnten. Selten schieben sich Zellen vom Rand wieder in die Öffnung, vor allem wenn sie klein war. Dann ist ein weiterer Laser möglich. Die englischsprachige Fachenzyklopädie EyeWiki empfiehlt deshalb eine Kontrolle nach etwa sechs Monaten.

Welche Kontrollen sind nach dem Laser sinnvoll?

Die deutsche Leitlinie empfiehlt Kontrollen nach einem festen Muster. Ihr Ziel ist es, Druckanstieg, Entzündung, Makulaödem und Netzhautprobleme früh zu erkennen:

  • In den ersten drei Tagen: Kontrolle zumindest bei Beschwerden oder erhöhtem Risiko für Druckanstieg oder Entzündung.
  • Bis zur dritten Woche: Bestimmung der Brillenwerte; bei Beschwerden sofort.
  • Spätestens nach einem Jahr: Untersuchung des Augenhintergrunds mit erweiterter Pupille, bei zusätzlichen Risikofaktoren früher.

In Großbritannien ist nach unkomplizierter Behandlung oft keine eigene Routinekontrolle vorgesehen; spanische Quellen nennen eine Kontrolle nach einer Woche bis einem Monat. Halten Sie sich an den Plan Ihrer behandelnden Praxis.

Wie verläuft ein Nachstar bei Kindern?

Bei Kindern verläuft der Nachstar schneller und folgenreicher als bei Erwachsenen. In einer mexikanischen Studie mit Kindern im Mittel um acht Jahre bekamen 45 % trotz moderner Faltlinse eine bedeutsame Trübung, im Mittel schon nach fünf Monaten. Bei sehr kleinen Kindern ist die Trübung ohne vorbeugende Kapselöffnung praktisch unvermeidlich.

Die Prognose hängt davon ab, wie schnell die Sehachse wieder frei wird und wie konsequent die Schwachsichtigkeit behandelt wird. Bei sehr früher Operation im ersten Lebensjahr war in einer Auswertung bei etwa 38 % ein weiterer Eingriff nötig, um die Sehachse klar zu halten. Regelmäßige Kontrollen bis ins Schulalter sind deshalb Pflicht.

Wie häufig ist der Nachstar heute?

Die Häufigkeit schwankt stark und hängt von Alter, Linse, Operationstechnik und Beobachtungszeit ab. Die deutsche Leitlinie (Stand 2012) nennt bis zu 50 % innerhalb von fünf Jahren, eine deutsche Krankenkasse 25 bis 40 von 100, französische Patientenblätter über 30 %. Das Moorfields Eye Hospital in London spricht von 10 bis 20 % der Patientinnen und Patienten.

Mit Linsen mit scharfer Hinterkante und moderner Technik ist der Nachstar in vielen Studien seltener geworden. Fachleute weisen aber darauf hin, dass manche Rückgänge nur einen späteren Beginn bedeuten. Eine faire Zusammenfassung lautet: Je nach Quelle etwa jedes fünfte bis jedes zweite operierte Auge innerhalb von fünf Jahren, heute eher am unteren Ende.

7 Vorbeugung

In diesem Kapitel (6)

Kann man einem Nachstar selbst vorbeugen?

Nein, mit eigenen Maßnahmen lässt sich ein Nachstar nicht verhindern. Es gibt keine Tropfen, keine Nahrungsergänzung und kein Augentraining, die die Zellwanderung auf der Kapsel aufhalten. Das Risiko wird vor allem bei der Star-Operation selbst beeinflusst, durch Technik und Linsenwahl.

Was kann die Operation zur Vorbeugung beitragen?

Mehrere Schritte bei der Star-Operation senken nachweislich das Risiko. Die Fachliteratur nennt vor allem:

  • gründliches Entfernen der Linsenrinde und Spülen der Kapsel,
  • eine runde vordere Kapselöffnung, die etwas kleiner ist als die Linsenoptik, sodass ihr Rand die Linse rundum überlappt,
  • eine Kunstlinse sicher im Kapselsack statt davor,
  • eine Linse mit scharfer, rechteckiger Hinterkante über den ganzen Umfang,
  • bei Bedarf ein Kapselspannring, etwa bei starker Kurzsichtigkeit.

Die Cochrane-Übersicht bestätigt vor allem den Nutzen der scharfen Hinterkante, der Lage im Kapselsack und der kleineren Kapselöffnung. Medikamente zur Vorbeugung haben sich bisher nicht durchgesetzt; keines ist für diesen Zweck zugelassen.

Was können Sie vor einer Star-Operation fragen?

Sie können vor der Operation fragen, ob ein Nachstar bei Ihnen wahrscheinlich ist und welche Linse geplant ist. Spanische Fachautoren empfehlen ausdrücklich, Patientinnen und Patienten schon vor der Star-Operation über einen möglichen späteren Laser aufzuklären. Sinnvolle Fragen sind:

  • Welche Linse wird eingesetzt, und hat sie eine scharfe Hinterkante?
  • Erhöhen meine Vorerkrankungen, etwa Diabetes oder Uveitis, das Risiko?
  • Hat eine Multifokallinse in meinem Fall ein höheres Nachstar-Risiko?
  • Wie bemerke ich einen Nachstar, und wann soll ich mich melden?

Warum sind Kontrollen nach der Star-Operation wichtig?

Regelmäßige Kontrollen sind wichtig, weil sie einen Nachstar und andere Veränderungen früh zeigen. Das gilt besonders bei Diabetes, starker Kurzsichtigkeit, Glaukom, früheren Netzhauterkrankungen und nach Multifokallinsen. Bei Diabetes hilft zusätzlich ein gut eingestellter Blutzucker, die Augen insgesamt zu schützen.

Wie verhalte ich mich am Tag der Laserbehandlung?

Am Behandlungstag sollten Sie mit Begleitung kommen und nicht selbst Auto fahren. Weitere praktische Hinweise aus deutschen, britischen, französischen und spanischen Patientenblättern:

  • Bringen Sie Ihre Brille, eine Sonnenbrille und eine Liste Ihrer Medikamente mit.
  • Nehmen Sie Ihre gewohnten Augentropfen weiter, wenn nichts anderes gesagt wurde.
  • Planen Sie ein bis zwei Stunden in der Praxis oder Klinik ein.
  • Wenden Sie verordnete Tropfen nach dem Laser genau wie besprochen an.
  • Rechnen Sie einige Tage mit Schwebeteilchen und etwas Blendung.
  • Fahren Sie erst wieder Auto, wenn Sie klar sehen und nicht mehr geblendet sind.

Nachstar und Autofahren

Ein Nachstar kann die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen, vor allem durch Blendung und schlechteres Sehen bei Nacht. Die deutsche Leitlinie nennt die Gefährdung von Eignungsvoraussetzungen wie der Fahrtauglichkeit ausdrücklich als Behandlungsgrund. Wenn Sie den Sehtest für den Führerschein nicht mehr bestehen oder sich nachts unsicher fühlen, sprechen Sie das bei der Untersuchung offen an.

8 Wann sofort zum Arzt?

In diesem Kapitel (3)

Der Nachstar selbst ist kein Notfall. Er entwickelt sich langsam über Wochen bis Monate, ohne Schmerzen. Wichtig sind aber die Warnzeichen, die auf eine andere Erkrankung oder auf eine Komplikation nach der Laserbehandlung hindeuten.

Wann sofort zur Augenärztin oder zum Augenarzt?

Sofort, am selben Tag, in die Praxis, Augenklinik oder Notaufnahme sollten Sie, wenn nach einer Star-Operation oder nach dem Laser eines dieser Zeichen auftritt:

  • Lichtblitze, besonders am Rand des Gesichtsfelds,
  • viele neue schwarze Punkte, Fäden oder ein „Rußregen“,
  • ein Schatten, Schleier oder dunkler Vorhang, der sich über einen Teil des Gesichtsfelds schiebt,
  • starke Schmerzen, die mit üblichen Schmerzmitteln nicht besser werden, eventuell mit Kopfschmerz und Übelkeit,
  • deutliche Rötung des Auges mit Lichtscheu,
  • plötzlich oder rasch schlechteres Sehen.

Die ersten drei Zeichen können auf einen Netzhautriss oder eine Netzhautablösung hinweisen. Sie kann Tage, Wochen oder Monate nach dem Laser auftreten. Schmerzen und Rötung können auf einen starken Druckanstieg, ähnlich einem akuten Glaukomanfall, oder auf eine Entzündung bis hin zur seltenen Endophthalmitis hinweisen. Weitere Warnzeichen finden Sie unter Notfall am Auge.

Wann innerhalb weniger Tage?

Innerhalb weniger Tage sollten Sie sich melden, wenn das Sehen nach dem Laser verzerrt oder neblig wird, gerade Linien wellig erscheinen oder sich das Sehen nicht wie erwartet bessert. Das kann auf eine Schwellung der Netzhautmitte oder eine Verschiebung der Kunstlinse hinweisen. Auch anhaltende Reizung oder mehr Blendung als vor der Behandlung sollten kontrolliert werden.

Wann reicht ein normaler Termin?

Ein normaler Termin in den nächsten Wochen reicht, wenn Ihr Sehen nach einer Star-Operation langsam wieder trüber, kontrastärmer oder blendempfindlicher wird. Das ist das typische Bild eines Nachstars. Gleiches gilt für einzelne, langsam weniger werdende Schwebeteilchen in den Tagen nach dem Laser. Bei Kindern nach einer Star-Operation gilt: Kontrolltermine immer einhalten, und bei Schielen, grauer Pupille oder auffälligem Sehverhalten zeitnah vorstellen.

9 Häufige Fragen

Kann der Graue Star nach der Operation wiederkommen?

Nein. Die getrübte natürliche Linse ist entfernt und kann nicht nachwachsen. Was sich trüben kann, ist die dünne Kapsel hinter der Kunstlinse. Das nennt man Nachstar. Die Beschwerden ähneln dem Grauen Star, die Ursache ist aber eine andere, und die Behandlung ist viel einfacher.

Wie schnell nach der Grauer-Star-OP kommt ein Nachstar?

Meist Monate bis einige Jahre nach der Operation, oft nach etwa ein bis zwei Jahren. Eine Verschlechterung in den ersten Tagen oder Wochen hat meist andere Ursachen, etwa eine Entzündung oder eine Schwellung der Netzhautmitte, und sollte rasch abgeklärt werden.

Wie häufig ist ein Nachstar?

Je nach Quelle bekommt etwa jedes fünfte bis jedes zweite operierte Auge innerhalb von fünf Jahren einen Nachstar. Mit modernen Linsen mit scharfer Hinterkante ist er seltener geworden. Jüngere Menschen und Kinder sind deutlich häufiger betroffen als ältere.

Ist ein Nachstar ein Fehler bei der Operation?

Nein. Ein Nachstar ist eine natürliche Heilungsreaktion des Auges und kann auch nach einer völlig problemlosen Operation entstehen. Auch die Kunstlinse ist nicht defekt. Technik und Linsenart beeinflussen aber, wie häufig er auftritt.

Tut die Nachstar-Laserbehandlung weh?

Nein. Betäubungstropfen machen das Auge unempfindlich, eine Spritze ist nicht nötig. Sie sehen Lichtblitze und hören ein Klicken. Die Behandlung selbst dauert nur wenige Minuten.

Darf ich nach der YAG-Laserbehandlung Auto fahren?

Nicht am Behandlungstag direkt danach. Die erweiterte Pupille und das Licht blenden einige Stunden; französische Patientenblätter nennen mindestens drei Stunden. Kommen Sie mit Begleitung und fahren Sie erst wieder, wenn Sie klar sehen und nicht mehr geblendet sind.

Wann sehe ich nach dem Nachstar-Laser wieder gut?

Oft schon nach wenigen Stunden, meist spätestens am nächsten Tag. Bis das Sehen ganz zurück ist, kann es einige Tage dauern. Bessert es sich nicht, prüft die Augenärztin oder der Augenarzt, ob eine weitere Erkrankung, etwa an der Netzhautmitte, dahintersteckt.

Was sind die schwarzen Punkte nach der Laserbehandlung?

Das sind meist kleine Teilchen der aufgelaserten Kapsel, die im Glaskörper schweben. Sie sind harmlos und verblassen in Tagen bis Wochen. Kommen aber plötzlich viele neue Punkte, Lichtblitze oder ein Schatten dazu, gehen Sie sofort zur Augenärztin oder zum Augenarzt: Das kann eine Netzhautablösung sein.

Wie gefährlich ist der YAG-Laser für die Netzhaut?

Eine Netzhautablösung nach dem Laser ist selten; eine große französische Studie fand sie bei unter 1 % innerhalb von 18 Monaten. Das Risiko ist höher bei starker Kurzsichtigkeit und früheren Netzhautproblemen. Wird eine Ablösung früh erkannt, lässt sie sich meist erfolgreich operieren.

Muss die Nachstar-Behandlung wiederholt werden?

Meist nicht. In der Regel genügt eine Behandlung pro Auge, weil die geöffnete Stelle nicht wieder zuwächst. Selten wird eine Nachbehandlung nötig, zum Beispiel wenn die Öffnung zu klein war.

Bekommen Kinder nach einer Star-Operation auch einen Nachstar?

Ja, sogar fast immer und viel früher als Erwachsene. Weil dadurch eine Schwachsichtigkeit droht, wird die hintere Kapsel bei kleinen Kindern meist schon während der Star-Operation geöffnet. Regelmäßige Kontrollen sind nach einer kindlichen Star-Operation besonders wichtig.

Zahlt die Krankenkasse die Nachstar-Behandlung?

Ist die Behandlung medizinisch notwendig, wird sie in Deutschland und Österreich üblicherweise über die Krankenkasse abgerechnet. In Österreich können je nach Versicherungsträger Selbstbehalte anfallen. Klären Sie die Einzelheiten am besten vorab mit der Praxis.

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Quellen

Dieser Artikel wurde aus Fachquellen in 4 Sprachen recherchiert (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch) und auf Deutsch zusammengefasst.

Alle 30 Quellen anzeigen
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  2. Nachstar-Behandlung: Dokumentierte Patientenaufklärung – Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Augenklinik (DE)
  3. Grauer Star / Katarakt – Universitätsklinikum Münster, Augenklinik (DE)
  4. YAG-Kapsulotomie (Behandlung des Nachstars) – Stadtspital Zürich (DE)
  5. Grauer Star – Katarakt – Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs (gesundheit.gv.at) (DE)
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Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn Sie Beschwerden haben, lassen Sie sich von einer Augenärztin oder einem Augenarzt untersuchen. Mehr zum Haftungsausschluss