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Hornhaut

Hornhautverletzung (Erosio corneae)

Eine Hornhautverletzung (Erosio corneae) ist ein Kratzer oder eine Schürfung der obersten Zellschicht der Hornhaut, etwa durch einen Fingernagel, einen Ast oder eine Kontaktlinse. Sie tut sehr weh, heilt mit richtiger Behandlung aber meist innerhalb weniger Tage folgenlos ab.

Stand: November 2026 · Lesezeit ca. 31 Minuten · 22 Quellen in 4 Sprachen

Dringend: Bei Schmerzen und Fremdkörpergefühl nach einem Kratzer noch am selben Tag zur Augenärztin oder zum Augenarzt; Kontaktlinsenträger, Verletzungen durch scharfe oder schnelle Gegenstände und schlechteres Sehen sofort. Wann sofort zum Arzt?

1 Kurzübersicht

Eine Hornhautverletzung ist im häufigsten Fall eine oberflächliche Schürfung der Hornhaut. Fachleute sprechen von Erosio corneae oder Abrasio corneae. Dabei wird die oberste Zellschicht der Hornhaut, das Epithel, verletzt oder abgelöst. Die Hornhaut ist das klare, gewölbte „Fenster“ vorn am Auge.

Typische Auslöser sind ein Fingernagel (oft der eines Kindes), ein Ast oder Zweig, ein Blatt Papier, eine Bürste oder ein Kontaktlinsenfehler beim Einsetzen, Herausnehmen oder zu langen Tragen. Auch ein Staubkorn unter dem Lid kann die Hornhaut zerkratzen, besonders wenn man danach reibt.

Weil die Hornhaut dichter mit Nerven versorgt ist als fast jedes andere Gewebe des Körpers, tut schon ein winziger Kratzer sehr weh. Das Auge tränt stark, ist rot und lichtempfindlich, und man hat das Gefühl, Sand im Auge zu haben. Oft lässt sich das Auge kaum öffnen.

Die Augenärztin oder der Augenarzt macht den Defekt mit einem gelben Farbstoff (Fluoreszein) im blauen Licht sichtbar. Behandelt wird meist mit einer antibiotischen Salbe oder Tropfen, einer Gleitsalbe und Schmerzmitteln. Ein Augenverband ist heute nicht mehr Standard. Kleine Kratzer heilen in ein bis zwei Tagen, größere in etwa einer Woche.

Zwei Dinge sollten Sie kennen. Erstens: Für Kontaktlinsenträger ist ein Hornhautkratzer riskanter, weil sich die Wunde leichter infizieren kann. Daraus kann eine gefährliche Hornhautentzündung werden.

Zweitens: Bei einem kleinen Teil der Betroffenen kehren die Beschwerden Wochen, Monate oder Jahre später zurück, typischerweise morgens beim Aufwachen. Das nennt man rezidivierende Hornhauterosion. Auch sie ist gut behandelbar.

2 Symptome

In diesem Kapitel (14)

Welche Beschwerden hat man bei einem Hornhautkratzer?

Leitsymptom ist ein plötzlicher, starker, stechender Schmerz im Auge, meist direkt nach der Verletzung. Dazu kommen fast immer starkes Tränen, Rötung, Lichtscheu und das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben. Die Beschwerden treten fast immer nur an einem Auge auf, nämlich dort, wo der Kratzer passiert ist.

BeschwerdeWie häufig?Wie fühlt es sich an?
Schmerzfast immerstechend, schneidend oder brennend; schlimmer beim Blinzeln
Fremdkörpergefühlfast immer„Sand im Auge“, Kratzen bei jedem Lidschlag
Tränenfast immerdas Auge läuft, oft auch ohne Weinen
Rötungsehr häufigdas Weiße des Auges ist gerötet
Lichtscheusehr häufighelles Licht blendet und schmerzt
Verschwommenes Sehenhäufigvor allem, wenn der Kratzer in der Mitte liegt
Lidkrampfhäufigdas Auge kneift sich von selbst zu
Lidschwellunggelegentlichdas Lid ist leicht dick
Kopfschmerz, Schmerz bei Augenbewegungengelegentlichdumpfer Schmerz in Stirn und Schläfe

Warum tut ein so kleiner Kratzer so weh?

Die Hornhaut gehört zu den am dichtesten mit Nerven versorgten Geweben des Körpers. Liegt die oberste Zellschicht offen, werden die freien Nervenenden direkt gereizt. Deshalb steht die Schmerzstärke oft in keinem Verhältnis zur Größe der Verletzung. Ein Kratzer von wenigen Millimetern kann sich anfühlen wie ein großer Splitter.

Der Schmerz ist also kein Maß dafür, wie schwer die Verletzung ist. Er ist aber ein wichtiges Warnzeichen, das ärztlich abgeklärt werden sollte.

Fremdkörpergefühl: „Als hätte ich Sand im Auge“

Fast alle Betroffenen beschreiben das Gefühl, es stecke noch etwas im Auge, auch wenn längst nichts mehr da ist. Das liegt daran, dass das Oberlid bei jedem Lidschlag über die raue Wundfläche reibt. Viele suchen deshalb immer wieder vergeblich nach einem Staubkorn.

Wichtig: Ob wirklich noch ein Fremdkörper unter dem Lid oder auf der Hornhaut sitzt, können Sie selbst nicht sicher unterscheiden. Ein verbliebener Fremdkörper kratzt bei jedem Lidschlag weiter. Mehr dazu im Artikel Fremdkörper im Auge.

Tränen, Rötung und Lichtscheu

Tränenfluss, Rötung und Lichtscheu sind die Schutzreaktion des Auges auf die Verletzung. Die Tränen sollen Schmutz ausspülen. Die Rötung entsteht, weil sich die Blutgefäße der Bindehaut weiten.

Die Lichtscheu (Photophobie) hat zwei Gründe. Zum einen streut die raue Hornhautoberfläche das Licht. Zum anderen reagiert die Regenbogenhaut mit einer schmerzhaften Verkrampfung ihres Muskels, wenn sich die Pupille im Licht zusammenzieht. Viele Betroffene wollen deshalb in einem abgedunkelten Raum sitzen oder tragen eine Sonnenbrille.

Sehe ich schlechter?

Ja, oft vorübergehend, vor allem wenn der Kratzer in der Mitte der Hornhaut vor der Pupille liegt. Die Hornhaut leistet etwa zwei Drittel bis drei Viertel der Brechkraft des Auges. Ist ihre Oberfläche uneben, entsteht ein verschwommenes, „milchiges“ Bild. Dazu kommt, dass die Tränenflut das Bild zusätzlich verwischt.

Liegt der Kratzer am Rand, ist das Sehen oft kaum beeinträchtigt. Ein deutlicher Sehverlust, der nicht durch Tränen oder Lidkrampf erklärbar ist, ist ein Warnzeichen. Er kann auf eine tiefere Verletzung oder eine beginnende Infektion hinweisen.

Lidkrampf und Schwierigkeiten, das Auge zu öffnen

Viele Betroffene können das verletzte Auge kaum öffnen, weil sich das Lid reflexartig zukneift. Das nennt man Lidkrampf oder Blepharospasmus. Der Reflex soll die Hornhaut schützen, macht aber die Untersuchung schwierig. In der Praxis helfen deshalb betäubende Tropfen, damit das Auge überhaupt angeschaut werden kann.

Auch das gesunde Auge kneift oft mit, weil beide Lider gemeinsam gesteuert werden. Das ist kein Zeichen, dass beide Augen verletzt sind.

Was verschlimmert die Beschwerden?

Die Beschwerden werden stärker durch helles Licht, durch Blinzeln und durch jede Bewegung, bei der das Lid über die Wunde reibt. Augenbewegungen können ebenfalls schmerzen. Reiben macht es fast immer schlimmer und kann den Kratzer vergrößern.

Schließen der Augen und Dunkelheit lindern dagegen meist etwas. Ein kurzer Schmerz beim Öffnen der Augen nach längerem Schließen ist ebenfalls typisch.

Wie verlaufen die Beschwerden über die Stunden und Tage?

Der Schmerz ist in den ersten Stunden am stärksten und bessert sich typischerweise innerhalb von 24 bis 48 Stunden deutlich. Das Kratzgefühl kann aber noch einige Tage länger bestehen, weil sich die neu gebildeten Zellen erst festigen müssen.

  • Erste Stunden: starker Schmerz, Tränen, Lichtscheu, Lidkrampf.
  • Tag 1 bis 2: bei kleinen Kratzern meist deutliche Besserung, das Auge ist noch etwas rot.
  • Tag 3 bis 7: bei größeren Defekten Restbeschwerden, leichtes Fremdkörpergefühl, besonders morgens.
  • Danach: in aller Regel beschwerdefrei.

Werden die Beschwerden nach dem ersten Tag nicht besser, sondern schlechter, ist das ein Warnzeichen. Dann sollte die Augenärztin oder der Augenarzt erneut nachsehen.

Beschwerden ohne erinnerbare Verletzung

Eine Erosio kann auch entstehen, ohne dass man sich an einen Unfall erinnert. Häufige Auslöser sind heftiges Augenreiben, sehr trockene Augen oder ein winziges Staubkorn. Bei Menschen, deren Lider im Schlaf nicht ganz schließen, kann die Hornhaut nachts austrocknen und beim Aufwachen aufreißen.

Treten solche Beschwerden ohne erkennbaren Grund und an beiden Augen auf, denken Augenärzte auch an eine Veranlagung der Hornhaut (Hornhautdystrophie). Mehr dazu unten bei der rezidivierenden Erosion.

Wie zeigt sich eine Hornhautverletzung bei Kindern?

Kleine Kinder können oft nicht sagen, was passiert ist; meist wissen sie aber, wann es wehgetan hat. Eltern bemerken ein plötzlich zugekniffenes, tränendes und gerötetes Auge, ein Kind, das sich das Auge reibt, das Licht meidet und sich nicht ins Auge schauen lässt.

Bei Säuglingen ist der eigene Fingernagel ein häufiger Auslöser, bei Kleinkindern der Finger von Geschwistern, Spielzeug oder ein Haustier. Hornhautabschürfungen sind die häufigste Augenverletzung, mit der Kinder in die Notaufnahme kommen. Ein Kind, das das Auge vor Schmerz nicht öffnen kann, sollte noch am selben Tag augenärztlich untersucht werden.

Was bemerken Angehörige?

Angehörige sehen vor allem ein rotes, tränendes, halb geschlossenes Auge und einen Menschen, der helles Licht meidet und sich das Auge hält. Ältere Menschen mit Demenz oder Kinder äußern den Schmerz manchmal nur durch Unruhe, Weinen oder Reiben.

Bei Menschen, die lange bewusstlos sind, in Narkose liegen oder auf der Intensivstation beatmet werden, schließen die Lider oft nicht ganz. Dann kann die Hornhaut austrocknen und eine Erosio entstehen, ohne dass der Betroffene es mitteilen kann. Ein vermehrter Ausfluss aus dem Auge kann bei beatmeten Neugeborenen ein Hinweis auf eine Abschürfung mit Infektion sein.

Besonderheiten bei Kontaktlinsenträgern

Bei Kontaktlinsenträgern sind Rötung, Schmerz und Fremdkörpergefühl immer ein Signal, die Linse sofort herauszunehmen und eine Augenärztin oder einen Augenarzt aufzusuchen. Darauf weisen die französische Augenärztegesellschaft SFO und britische Augenkliniken gleichermaßen hin.

Der Grund: Hinter einem scheinbar harmlosen Kratzer kann sich bei Linsenträgern eine beginnende Infektion verbergen. Sie schreitet manchmal innerhalb von Stunden fort. Ein weißer Fleck auf der Hornhaut, zunehmender Schmerz, Eiter oder rasch schlechteres Sehen sprechen für eine Hornhautentzündung und sind ein Notfall.

Woran erkennt man eine rezidivierende Hornhauterosion?

Typisch ist ein plötzlicher, scharfer Schmerz beim Aufwachen oder beim ersten Öffnen der Augen am Morgen, oft Wochen, Monate oder sogar Jahre nach einer alten Verletzung. Das Auge ist danach rot, tränt, ist lichtempfindlich und fühlt sich an, als wäre der alte Kratzer wieder da.

Der Grund: Die neu gebildete Zellschicht haftet an der verletzten Stelle nicht richtig an ihrer Unterlage. Nachts klebt die Innenseite des Lides an der Hornhaut. Beim Öffnen der Augen oder bei schnellen Augenbewegungen im Traumschlaf (REM-Phase) reißt das Lid die locker sitzenden Zellen wieder ab.

Mikroform und Makroform

Augenärzte unterscheiden zwei Verlaufsformen. Bei der Mikroform sind die Episoden milder und kürzer, kommen aber häufiger vor; oft ist das Auge nach einigen Minuten bis Stunden wieder ruhig. Bei der Makroform, meist nach einer echten Verletzung, reißt eine größere Fläche auf; die Beschwerden können mehrere Tage anhalten.

Wie oft und wie stark?

Die Häufigkeit reicht von sehr seltenen Episoden bis zu fast täglichen Beschwerden. Manche Betroffene empfinden die Episoden als lästig, aber erträglich, andere als sehr schmerzhaft. Das Sehen ist meist nicht dauerhaft beeinträchtigt, es sei denn, die Hornhautmitte ist betroffen.

Einseitig oder beidseitig?

Nach einer Verletzung betrifft die rezidivierende Erosion fast immer dasselbe Auge und dieselbe Stelle wie damals. Treten die Beschwerden dagegen an beiden Augen auf oder ohne jede frühere Verletzung, spricht das für eine Hornhautdystrophie, meist die sogenannte Basalmembrandystrophie. Das sollte augenärztlich abgeklärt werden.

Welche Symptome passen nicht zu einem einfachen Kratzer?

Einige Zeichen sprechen gegen eine harmlose Erosio und für etwas Ernsteres. Dann sollten Sie nicht abwarten, sondern sofort ärztliche Hilfe suchen.

  • Schmerz und Rötung nehmen nach dem ersten Tag zu statt ab.
  • Das Sehen wird deutlich schlechter oder fällt aus.
  • Eitriger oder schleimiger Ausfluss, ein weißer oder grauer Fleck auf der Hornhaut.
  • Starke Schwellung von Lidern oder Augapfel.
  • Augenschmerz mit Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerz: Das kann ein akuter Glaukomanfall sein.
  • Doppelbilder, ein Auge bewegt sich schlechter oder steht vor, ungleich große Pupillen, Blut hinter der Hornhaut.
  • Die Beschwerden begannen erst 6 bis 12 Stunden nach Skifahren, Solarium oder Schweißen an beiden Augen: Das spricht eher für eine Verblitzung.

3 Ursachen und Risikofaktoren

In diesem Kapitel (8)

Was passiert bei einer Erosio im Auge?

Bei einer Erosio wird das Epithel abgeschürft, also die oberste von fünf Schichten der Hornhaut. Darunter liegen die Bowman-Membran, das kräftige Stroma, die Descemet-Membran und das Endothel. Die Hornhaut ist in der Mitte nur etwa einen halben Millimeter dick und hat keine Blutgefäße; sie wird über Tränenfilm, Luftsauerstoff und Kammerwasser versorgt.

Das Epithel kann sich sehr schnell erneuern. Gesunde Zellen vom Rand wandern in den Defekt und schließen ihn bei kleinen Kratzern innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen. Reicht eine Verletzung tiefer ins Stroma, heilt sie langsamer und kann eine Narbe hinterlassen.

Welche Gegenstände verursachen einen Hornhautkratzer?

Fast jeder spitze oder kantige Gegenstand, der das Auge streift, kann die Hornhaut verletzen. Die häufigsten Auslöser im Alltag sind:

  • Fingernägel, vor allem von Babys und Kleinkindern, aber auch eigene beim Einsetzen von Kontaktlinsen.
  • Äste, Zweige, Blätter, Dornen bei Garten- und Waldarbeiten oder beim Spazierengehen.
  • Papier und Karton, etwa die Kante eines Blattes oder einer Zeitung.
  • Make-up-Pinsel, Wimperntusche, Haarbürsten, Lockenstäbe.
  • Staub, Sand, Sägemehl, Glitzer und kleine Insekten, besonders wenn man danach reibt.
  • Spielzeug und spielende Haustiere.
  • Metallsplitter und Funken beim Schleifen oder Hämmern; sie können sich in die Hornhaut einbohren und einen Rostring hinterlassen.
  • Airbag bei einem Autounfall.

Wie verletzen Kontaktlinsen die Hornhaut?

Kontaktlinsen können die Hornhaut beim Einsetzen und Herausnehmen zerkratzen, aber auch durch zu langes Tragen, einen schlechten Sitz oder eine beschädigte Linse. Unter einer zu lange getragenen Linse bekommt die Hornhaut weniger Sauerstoff, das Epithel wird empfindlicher und löst sich leichter ab. Auch Reaktionen auf Pflegemittel können die Oberfläche schädigen.

Die Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft (ÖOG) weist darauf hin, dass falsch sitzende Linsen die Augenoberfläche schädigen können. Linsen sollten deshalb fachkundig angepasst und regelmäßig kontrolliert werden.

Warum ist ein Kratzer für Kontaktlinsenträger gefährlicher?

Weil Keime durch die verletzte Oberfläche viel leichter in die Hornhaut eindringen können und unter der Linse nicht vom Lidschlag weggespült werden. Aus einem harmlosen Kratzer kann so ein Hornhautgeschwür (Ulkus) werden, das Narben hinterlassen kann.

Besonders gefürchtet sind Bakterien wie Pseudomonas, die eine Hornhaut innerhalb kurzer Zeit schwer schädigen können, und Akanthamöben aus Leitungs- und Badewasser. Das Risiko steigt deutlich, wenn Linsen über Nacht getragen werden. Eine ältere US-Übersicht aus dem Jahr 2004 nennt für weiche Dauertragelinsen ein 10- bis 15-fach erhöhtes Risiko für ein Hornhautgeschwür. Auch farbige Linsen ohne Sehstärke tragen dieses Risiko.

Wer ist besonders gefährdet?

Gefährdet sind vor allem Menschen, deren Augen bei der Arbeit, beim Sport oder im Haushalt ungeschützt sind. Dazu zählen:

  • Berufe mit Staub, Spänen und Ästen: Holz- und Metallarbeiter, Bergleute, Gärtner und Landschaftspfleger, Bauarbeiter.
  • Heimwerker beim Bohren, Schleifen, Hämmern, Rasenmähen oder Heckenschneiden ohne Schutzbrille.
  • Sportarten mit Schlägern oder kleinen Bällen wie Eishockey, Squash oder Racquetball.
  • Eltern von Babys und Kleinkindern.
  • Kontaktlinsenträger, besonders bei Übertragen, Schlafen mit Linsen oder mangelnder Pflege.
  • Menschen mit sehr trockenen Augen.
  • Patienten in Narkose oder auf der Intensivstation, wenn die Lider nicht vollständig schließen.

Warum kommt die Erosio manchmal wieder?

Weil die nachgewachsene Zellschicht an der früher verletzten Stelle nur locker an ihrer Unterlage haftet. Normalerweise ist das Epithel über kleine Haftstrukturen (Hemidesmosomen) fest an der Basalmembran verankert. Nach einer Verletzung bilden sich diese Verankerungen nicht immer vollständig neu.

Fachleute vermuten, dass Entzündungsstoffe und eiweißspaltende Enzyme (Matrix-Metalloproteinasen) die Haftung zusätzlich schwächen. Nachts klebt das Lid an der Hornhaut und reißt die schlecht verankerten Zellen beim Öffnen wieder ab. So entsteht ein Kreislauf aus Heilung und erneutem Aufreißen.

Was begünstigt wiederkehrende Erosionen?

Die beiden wichtigsten Ursachen sind eine frühere Verletzung und eine Hornhautdystrophie. In veröffentlichten Fallserien geht etwa die Hälfte bis knapp zwei Drittel der rezidivierenden Erosionen auf eine Verletzung zurück, etwa ein Fünftel bis knapp ein Drittel auf die epitheliale Basalmembrandystrophie.

RisikofaktorErklärung
Frühere Verletzungvor allem Kratzer durch Fingernagel, Papier oder Ast
Epitheliale Basalmembrandystrophieangeborene Veränderung der Haftschicht, auch „Map-Dot-Fingerprint“-Dystrophie oder Cogan-Dystrophie genannt; oft beidseitig
Andere Hornhautdystrophienzum Beispiel Reis-Bücklers-, gittrige, granuläre oder makuläre Dystrophie sowie Fuchs-Endotheldystrophie
Trockenes Augedas Lid klebt leichter an der Hornhaut, siehe Trockenes Auge
Unvollständiger Lidschluss im Schlafdie Hornhaut trocknet nachts aus
Erkrankungen der AugenoberflächeStörung der Lidranddrüsen (Meibom-Drüsen), Rosazea am Auge, frühere Hornhautinfektion, Kalkablagerungen (Bandkeratopathie)
Diabetesdie Hornhautoberfläche heilt langsamer und haftet schlechter
Schlecht angepasste Kontaktlinsenmechanische Reizung und Sauerstoffmangel

Ist eine Erosio dasselbe wie eine Verblitzung oder Verätzung?

Nein, aber das Ergebnis an der Hornhautoberfläche kann ähnlich aussehen. Bei einer Verblitzung schädigt UV-Licht das Epithel beider Augen flächig, die Beschwerden beginnen erst Stunden später. Bei einer Verätzung greift eine Chemikalie das Gewebe an; sie ist immer ein Notfall und muss sofort gespült werden. Eine einfache Erosio dagegen ist ein mechanischer Kratzer an einer umschriebenen Stelle.

4 Diagnose

In diesem Kapitel (7)

Wie stellt die Augenärztin oder der Augenarzt eine Hornhautverletzung fest?

Die Diagnose beruht auf dem Gespräch, der Untersuchung an der Spaltlampe (einem Mikroskop mit schmalem Lichtband) und dem Anfärben mit Fluoreszein. Die Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten und ist nach Betäubungstropfen kaum unangenehm.

Welche Fragen werden gestellt?

Die Ärztin oder der Arzt will wissen, wie, wann und womit die Verletzung passiert ist. Wichtig ist das, weil ein Kratzer durch einen Fingernagel anders zu bewerten ist als ein Splitter beim Schleifen oder ein Ast mit Erde daran.

  • Was ist genau passiert? War ein schneller oder scharfer Gegenstand beteiligt (Hämmern, Schleifen, Rasenmähen)?
  • Wann begannen die Schmerzen?
  • Tragen Sie Kontaktlinsen, und wenn ja, welche und wie lange?
  • Hatten Sie früher schon Verletzungen oder ähnliche Beschwerden am Morgen?
  • Gibt es Erkrankungen der Augenoberfläche, trockene Augen, Diabetes oder Hornhauterkrankungen in der Familie?

Wozu dienen die Betäubungstropfen?

Betäubende Tropfen (Lokalanästhetika) schalten den Schmerz für etwa 20 Minuten bis eine Stunde aus, damit Sie das Auge öffnen und ruhig halten können. Die Erleichterung ist oft so groß, dass Patienten um ein Fläschchen für zu Hause bitten. Das ist aus gutem Grund nicht möglich: Wiederholt angewendet verzögern diese Tropfen die Heilung und können die Hornhaut schwer schädigen. Wenn die Wirkung nachlässt, kehrt der Schmerz zurück.

Was zeigt der Fluoreszein-Test?

Fluoreszein ist ein gelb-oranger Farbstoff, der sich an Stellen ohne intakte Zellschicht anlagert. Im blauen Licht (Kobaltblaulicht) der Spaltlampe leuchtet der Defekt dann kräftig grün. So sieht man genau, wie groß der Kratzer ist, welche Form er hat und wo er liegt.

Die Form verrät oft auch die Ursache. Viele feine, senkrechte Kratzer sprechen zum Beispiel für einen Fremdkörper, der noch unter dem Oberlid sitzt. Nach der Untersuchung können Auge und Haut kurz gelblich gefärbt sein; das verschwindet schnell von selbst.

Sucht der Arzt nach Fremdkörpern?

Ja, das gehört immer dazu. Dafür wird oft das Oberlid umgeklappt (ektropioniert), um auch die Innenseite zu sehen. Sitzt ein Fremdkörper fest, wird er an der Spaltlampe entfernt. Nach Metallsplittern bleibt manchmal ein brauner Rostring zurück, der ebenfalls vorsichtig entfernt wird.

Besteht der Verdacht, dass ein Splitter das Auge durchbohrt haben könnte, etwa beim Hämmern von Metall auf Metall, sind weitere Untersuchungen nötig. Dann wird auch die Tiefe des Auges untersucht und gegebenenfalls ein Röntgenbild oder eine Computertomografie gemacht.

Welche weiteren Untersuchungen gibt es?

Zur Grunduntersuchung gehört ein Sehtest an jedem Auge. Er hält fest, wie gut Sie nach der Verletzung sehen, und dient später als Vergleich. Bei Verdacht auf eine tiefere Verletzung wird auch das Innere des Auges angeschaut.

Bei der rezidivierenden Erosion kann die Hornhaut zwischen den Episoden völlig normal aussehen. Manchmal sieht man nur feine Bläschen (Mikrozysten), lockeres Epithel oder typische Muster einer Basalmembrandystrophie, oft im unteren Bereich der Hornhaut. Spezialzentren nutzen dafür auch eine optische Kohärenztomografie des vorderen Augenabschnitts (Vorderabschnitts-OCT), eine Schichtaufnahme mit Licht.

Welche Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden?

Ein rotes, schmerzendes Auge kann viele Ursachen haben. Die Augenärztin oder der Augenarzt grenzt die Erosio vor allem von folgenden Erkrankungen ab:

  • infektiöse Hornhautentzündung durch Bakterien, Pilze oder Akanthamöben
  • Herpes am Auge: Hier können kortisonhaltige Tropfen ohne ärztliche Kontrolle sehr schaden, darauf weist die Spanische Augenärztegesellschaft SEO hin
  • Fremdkörper auf der Hornhaut oder unter dem Lid
  • Verblitzung und Verätzung
  • Trockenes Auge mit Oberflächenschäden
  • Hornhautdystrophien und Keratokonus
  • Hornhautschäden durch fehlende Nervenversorgung (neurotrophe Keratitis) oder durch ein sehr schlaffes Oberlid (Floppy-Eyelid-Syndrom)

5 Behandlung

In diesem Kapitel (13)

Wie wird eine frische Hornhautverletzung behandelt?

Die Behandlung hat drei Ziele: den Schmerz lindern, die Heilung fördern und eine Infektion verhindern. Bei einem einfachen Kratzer reichen dafür in der Regel ein Antibiotikum als Salbe oder Tropfen, eine Gleitsalbe und Schmerztabletten. Ein Fremdkörper wird vorher entfernt.

Bekomme ich ein Antibiotikum?

Meist ja, als Salbe oder Tropfen, für einige Tage bis etwa eine Woche. Es soll verhindern, dass Keime in die offene Wunde eindringen. Die Studienlage dazu ist allerdings nicht sehr stark; die Empfehlung beruht vor allem auf Erfahrung und auf der Schwere einer möglichen Infektion.

Eine Salbe hat den Vorteil, dass sie zugleich gleitet und schmiert und so das Reiben des Lides mindert. Eine Studie aus Nepal fand weniger Hornhautgeschwüre, wenn die antibiotische Salbe früh, innerhalb von 18 Stunden, begonnen wurde. In Großbritannien ist eine solche Salbe rezeptfrei in der Apotheke erhältlich; in Deutschland und Österreich sind antibiotische Augensalben und -tropfen verschreibungspflichtig. Nehmen Sie keine alten Salben oder Tropfen aus der Hausapotheke ohne Rücksprache.

Wozu dient die Gleitsalbe?

Gleitsalbe oder Gel halten die Hornhaut feucht und verhindern, dass das Lid an der heilenden Stelle festklebt. Das ist besonders nachts wichtig. Britische Augenkliniken empfehlen, die Salbe bei größeren Kratzern oder nach Rückfällen mehrere Wochen lang abends anzuwenden, auch wenn das Auge längst nicht mehr wehtut. Tagsüber können konservierungsmittelfreie Tränenersatzmittel helfen.

Brauche ich einen Augenverband?

In der Regel nicht. Ein fester Augenverband (Okklusionsverband) war früher Standard, wird heute bei einem einfachen Kratzer aber meist nicht mehr empfohlen. Eine Auswertung mehrerer Studien zeigte weder eine schnellere Heilung noch weniger Schmerzen; viele Patienten empfanden den Verband selbst als störend, Kinder mit Verband hatten mehr Mühe beim Gehen.

Manche Kliniken, etwa in Großbritannien, legen bei großen Defekten trotzdem für kurze Zeit, meist bis zu 24 Stunden, einen Verband an, weil er manchen Menschen Linderung bringt. Die Spanische Augenärztegesellschaft nennt für den akuten Rückfall einer rezidivierenden Erosion einen Verschluss des Auges für 24 bis 36 Stunden. Wichtig: Bei Kontaktlinsenträgern und bei infektionsverdächtigen Wunden wird kein dichter Verband angelegt, weil die feuchte Wärme darunter Keime begünstigt. Mit Verband dürfen Sie nicht Auto fahren und sollten auf Treppen besonders vorsichtig sein.

Welche Schmerzmittel helfen?

Gegen die Schmerzen helfen meist Tabletten wie Paracetamol oder Ibuprofen, sofern Sie diese vertragen und keine Gegenanzeigen bestehen. Kühle, abgedunkelte Räume und eine Sonnenbrille lindern die Lichtscheu.

In manchen Fällen verordnet die Augenärztin oder der Augenarzt schmerzlindernde, entzündungshemmende Augentropfen (nichtsteroidale Antirheumatika, NSAR). Sie senken den Schmerz in Studien etwas, können die Heilung aber verzögern und sind bei Kontaktlinsenträgern nicht geeignet. Die Entscheidung trifft deshalb die Ärztin oder der Arzt.

Warum gibt es manchmal pupillenerweiternde Tropfen?

Pupillenerweiternde Tropfen wie Cyclopentolat entspannen den Muskel der Regenbogenhaut und können so den krampfartigen Schmerz lindern. Britische Kliniken setzen sie bei größeren Defekten ein; eine US-Übersicht fand in einer Studie dagegen keinen klaren Vorteil. Sie sind also eine Möglichkeit, aber nicht zwingend.

Nach diesen Tropfen sehen Sie für mindestens 12 Stunden verschwommen und sind blendempfindlich. In dieser Zeit dürfen Sie nicht Auto fahren und keine Maschinen bedienen.

Darf ich Betäubungstropfen zu Hause verwenden?

Nein. Betäubende Augentropfen werden nur in der Praxis oder Klinik zur Untersuchung verwendet. Darin sind sich alle Fachquellen einig. Wiederholt angewendet hemmen sie die Heilung des Epithels, schalten den Schutzreflex aus und können die Hornhaut dauerhaft schädigen.

Was gilt für Kontaktlinsenträger?

Die Linse kommt sofort heraus und bleibt draußen, bis das Auge vollständig verheilt ist und die Augenärztin oder der Augenarzt grünes Licht gibt. Britische Augenkliniken nennen dafür meist zwei bis vier Wochen, je nach Größe des Defekts. In dieser Zeit tragen Sie eine Brille.

Weil bei Linsenträgern das Infektionsrisiko höher ist, wählt die Ärztin oder der Arzt meist ein Antibiotikum, das auch gegen Pseudomonas-Bakterien wirkt. Die Kontrollen sind enger: in der Regel nach etwa 24 Stunden und erneut nach einigen Tagen, auch wenn Sie sich gut fühlen. Die benutzte Linse und den Behälter sollten Sie nicht weiterverwenden; manchmal werden sie zur Untersuchung auf Keime mitgebracht.

Was können Sie selbst tun?

Das Wichtigste ist, das Auge nicht zu reiben und die verordneten Mittel regelmäßig anzuwenden. Dazu helfen einige einfache Regeln:

  • Nicht reiben und nicht drücken, auch wenn es juckt oder kratzt.
  • Salbe und Tropfen genau nach Plan, vorher Hände waschen.
  • Bei Lichtscheu eine Sonnenbrille tragen.
  • Keine Kontaktlinsen bis zur Freigabe.
  • Kein Make-up an den Augen, bis alles verheilt ist.
  • Bei verschwommenem Sehen, nach pupillenerweiternden Tropfen und mit Verband nicht Auto fahren.
  • Keine rezeptfreien Augentropfen oder -salben ohne Rücksprache, besonders keine mit Kortison.

Wann wird kontrolliert?

Größere Kratzer und Verletzungen bei Kontaktlinsenträgern werden meist nach etwa 24 Stunden erneut angeschaut, bei fehlender Heilung nach drei bis vier Tagen nochmals. Bei kleinen, oberflächlichen Kratzern genügt oft eine Kontrolle nur dann, wenn die Beschwerden nicht nach zwei bis drei Tagen abgeklungen sind. Menschen mit geschwächter Abwehr oder mit nur einem sehenden Auge werden enger kontrolliert.

Was hilft bei schweren oder schlecht heilenden Verletzungen?

Heilt eine große Erosio schlecht, setzt die Augenärztin oder der Augenarzt manchmal eine weiche Verbandkontaktlinse (therapeutische Kontaktlinse) ein. Sie schützt die Wunde vor dem reibenden Lid wie ein Pflaster. Die französische Augenärztegesellschaft betont, dass solche Linsen nur unter strenger ärztlicher Überwachung getragen werden dürfen, weil das Infektionsrisiko höher ist als bei normalen Linsen; die vorgegebene Tragedauer darf nie überschritten werden.

Bei sehr schweren oder hartnäckig nicht heilenden Defekten kann ein Stück Amnionmembran (aufbereitetes Gewebe aus der Fruchtblase) auf die Hornhaut gelegt werden. Tiefe Verletzungen, die die Hornhaut durchbohren, sind ein eigenes Krankheitsbild und werden operiert.

Wie wird eine rezidivierende Hornhauterosion behandelt?

Die Behandlung erfolgt stufenweise: zuerst Befeuchtung und Salbe zur Nacht, bei Bedarf Verbandlinse, und erst wenn das nicht reicht, ein kleiner Eingriff. Eine einheitliche Leitlinie gibt es nicht, weil die Studienlage begrenzt ist; behandelt wird deshalb individuell.

StufeMaßnahmeWas sie bewirkt
1Konservierungsmittelfreie Tränenersatzmittel tagsüber, Salbe zur Nacht über mehrere Monatedas Lid klebt nicht mehr an, das Epithel kann fest anwachsen
2Hypertone Kochsalzsalbe (5 %) abendsentzieht der Oberfläche Wasser und festigt das Epithel
3Verbandkontaktlinse über Wochen bis Monateschützt die Oberfläche, bis die Haftung stabil ist
4Abtragen und Glätten des lockeren Epithels (mechanisch, mit Alkohol oder Polieren der Bowman-Schicht)neues Epithel wächst auf einer glatten Unterlage nach
5Vordere Stromapunktur mit feiner Nadel oder Laserwinzige Narben verankern das Epithel
6Phototherapeutische Keratektomie (PTK) mit dem Excimerlaserträgt eine hauchdünne Schicht ab, neues Epithel haftet besser

Befeuchtung und Salbe

Die erste und wichtigste Maßnahme ist, die Hornhaut konsequent feucht zu halten, besonders nachts. Viele Augenärzte raten dazu, die Salbe auch nach dem Abklingen der Beschwerden noch einige Monate weiter zu nehmen. Bei einer zugrundeliegenden Dystrophie reicht das allein seltener aus. Als weitere Möglichkeiten werden Augentropfen aus Eigenserum (aus dem eigenen Blut hergestellt) oder Ciclosporin-Tropfen beschrieben.

Verbandkontaktlinse

Eine weiche Verbandlinse wird über längere Zeit getragen, oft zusammen mit vorbeugenden Antibiotikatropfen. In einer Studie blieben drei Viertel der Patienten nach dreimonatigem Tragen ein Jahr lang ohne Rückfall. Wegen des Infektionsrisikos sind regelmäßige Kontrollen Pflicht.

Stromapunktur

Bei der vorderen Stromapunktur setzt die Augenärztin oder der Augenarzt nach Betäubung mit einer sehr feinen Nadel oder einem Laser viele winzige Einstiche in die betroffene Zone. Die entstehenden Mini-Narben wirken wie Dübel, an denen sich das Epithel festhält.

Der Eingriff dauert wenige Minuten an der Spaltlampe. In einer Studie war er nach einer Behandlung bei knapp zwei Dritteln erfolgreich. In der Sehachse wird er wegen möglicher feiner Trübungen zurückhaltend eingesetzt.

Abtragen und Laser

Beim Abtragen (Abrasio, Keratektomie) wird das locker sitzende Epithel entfernt und die Unterlage geglättet, zum Beispiel mit einem feinen Diamantschleifer. Bei der phototherapeutischen Keratektomie (PTK) trägt ein Excimerlaser nur wenige Tausendstel Millimeter ab. In einer Studie waren nach PTK knapp drei Viertel der Patienten bei der letzten Kontrolle beschwerdefrei. Danach wird für einige Tage eine Verbandlinse eingesetzt.

Medikamente gegen die Rückfälle

Bei hartnäckigen Fällen werden auch das Antibiotikum Doxycyclin als Tablette, das hier die gewebeauflösenden Enzyme hemmt, und für einige Wochen kortisonhaltige Augentropfen eingesetzt. Diese Behandlung gehört in augenärztliche Hand und wird kontrolliert, weil Kortison Nebenwirkungen am Auge haben kann. Wichtig ist zudem, Begleiterkrankungen wie trockenes Auge, Lidrandentzündung, Rosazea oder Diabetes mitzubehandeln.

Wer bezahlt die Behandlung?

Untersuchung und Behandlung einer Hornhautverletzung sind in Deutschland und Österreich Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse. Verordnete Medikamente unterliegen den üblichen Zuzahlungen bzw. der Rezeptgebühr. Bei Arbeitsunfällen ist in Deutschland die Berufsgenossenschaft zuständig, in Österreich die Unfallversicherung; sagen Sie in der Praxis deshalb, wenn es bei der Arbeit passiert ist. Tränenersatzmittel müssen Erwachsene oft selbst bezahlen.

6 Verlauf und Prognose

In diesem Kapitel (5)

Wie lange dauert es, bis ein Hornhautkratzer verheilt ist?

Die meisten Hornhautkratzer heilen innerhalb von 24 bis 72 Stunden. Wie lange es genau dauert, hängt vor allem von der Größe und Tiefe des Defekts ab.

Größe des DefektsTypische Heilungsdauer
kleiner, oberflächlicher Kratzer1 bis 2 Tage
mittlerer Kratzer2 bis 3 Tage
großer Defekt (mehr als die Hälfte der Hornhaut)4 bis 5 Tage, teils bis etwa eine Woche
tiefe Verletzung, Infektiondeutlich länger, Narben möglich

Der Schmerz lässt meist schon nach 24 bis 48 Stunden deutlich nach. Ein leichtes Kratzen, besonders morgens, kann noch einige Tage bleiben.

Bleibt etwas zurück?

In aller Regel nicht. Ein oberflächlicher Kratzer ohne Infektion heilt ohne Narbe, und das Sehen wird wieder so gut wie vorher. Das Epithel erneuert sich vollständig.

Nur wenn die Verletzung tiefer in das Stroma reicht oder sich die Wunde infiziert, kann eine Narbe entstehen. Liegt sie in der Sehachse, kann sie das Sehen dauerhaft verschlechtern. Sehr selten ist dann eine Hornhauttransplantation nötig.

Welche Komplikationen sind möglich?

Die beiden wichtigsten Komplikationen sind eine Infektion und die rezidivierende Erosion. Beide sind selten, aber man sollte sie kennen.

  • Infektion und Hornhautgeschwür: vor allem bei Kontaktlinsenträgern und bei verschmutzten Verletzungen durch Äste oder Erde. Ein Geschwür kann Narben hinterlassen und im schlimmsten Fall die Hornhaut durchbrechen.
  • Rezidivierende Erosion: In einer Studie hatte gut ein Viertel der in Augenarztpraxen behandelten Patienten noch bis zu drei Monate nach der Verletzung Beschwerden. Echte, länger anhaltende Rückfälle betreffen aber nur einen kleinen Teil.
  • Narben nach tiefen Kratzern oder Infektionen.
  • Verschleppte Fremdkörper, wenn ein Splitter übersehen wurde.

Wie sind die Aussichten bei einer rezidivierenden Erosion?

Gut, wenn sie früh erkannt und konsequent behandelt wird. Bei vielen Betroffenen reicht die nächtliche Salbe über einige Monate. Bei den übrigen helfen Verbandlinse, Stromapunktur oder Laser oft dauerhaft; in Studien waren nach einem Eingriff etwa zwei Drittel bis drei Viertel beschwerdefrei.

Auch nach Eingriffen können Rückfälle vorkommen; dann lassen sich die Verfahren wiederholen oder kombinieren. Mögliche Nebenwirkungen der Eingriffe sind feine Trübungen der Hornhaut und, bei langem Tragen einer Verbandlinse, Infektionen. Bei einer erblichen Basalmembrandystrophie ist häufiger eine dauerhafte Pflege nötig.

Wann darf ich wieder arbeiten, Sport treiben und Auto fahren?

Das hängt von Ihrem Beruf und vom Verlauf ab; bei kleinen Kratzern meist nach ein bis drei Tagen. Auto fahren dürfen Sie erst, wenn Sie wieder klar sehen, keine pupillenerweiternden Tropfen mehr wirken und kein Verband mehr getragen wird. Bildschirmarbeit ist oft früher möglich, wenn die Lichtscheu nachgelassen hat.

Bei staubigen Arbeiten und Kontaktsport sollten Sie mit Schutzbrille arbeiten bzw. warten, bis das Auge ganz verheilt ist. Schwimmen sollten Sie erst nach der Abheilung, und Kontaktlinsen erst nach der Freigabe durch die Augenärztin oder den Augenarzt.

7 Vorbeugung

In diesem Kapitel (7)

Wie kann man Hornhautverletzungen vorbeugen?

Der wirksamste Schutz ist eine passende Schutzbrille bei allen Tätigkeiten, bei denen Teilchen, Äste oder Funken ins Auge gelangen können. Nach Angaben der Amerikanischen Akademie für Augenheilkunde (AAO) senken geprüfte Schutzbrillen das Risiko für Augenverletzungen um rund 90 Prozent.

Schutz bei Arbeit, Garten und Heimwerken

Tragen Sie eine Schutzbrille beim Rasenmähen, Heckenschneiden, Holzhacken, Bohren, Schleifen, Hämmern und bei Arbeiten über Kopf. Normale Brillen schützen nur bedingt, weil Teilchen seitlich eindringen. Achten Sie auf seitlich geschlossene Modelle mit Gläsern aus schlagfestem Kunststoff wie Polycarbonat; in Deutschland und Österreich sind Schutzbrillen nach der europäischen Norm (EN 166) gekennzeichnet.

Auch Umstehende, besonders Kinder, sollten Abstand halten oder ebenfalls Schutz tragen. Schneiden Sie Äste auf Augenhöhe im Garten zurück. Vorsicht gilt auch bei Reinigungsmitteln wie Backofen- oder Abflussreinigern: Sie verursachen keine Kratzer, aber gefährliche Verätzungen.

Schutz beim Sport

Bei Sportarten mit kleinen, schnellen Bällen oder Schlägern sind Sportschutzbrillen aus Polycarbonat sinnvoll, beim Eishockey Helme mit Gesichtsschutz. Schutzbrillen ohne Gläser reichen nicht aus. Für Kinder gilt das besonders, weil ihre Augen beim Spielen häufiger getroffen werden.

Was können Eltern tun?

Eltern sollten die Fingernägel von Babys und Kleinkindern kurz und glatt halten. Beobachten Sie Kinder beim Spielen mit Haustieren und geben Sie kleinen Kindern kein spitzes Spielzeug. Bringen Sie Kindern bei, nicht an den Augen zu reiben, wenn etwas hineingeflogen ist.

Wie beugen Kontaktlinsenträger vor?

Kontaktlinsenträger schützen ihre Hornhaut vor allem durch sorgfältige Hygiene und die Einhaltung der Tragezeiten. Die französische Augenärztegesellschaft SFO und die Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft ÖOG nennen dafür klare Regeln:

  • Linsen fachkundig anpassen und regelmäßig kontrollieren lassen.
  • Nie eine Linse auf ein rotes oder schmerzendes Auge setzen oder darin lassen.
  • Nicht mit Linsen schlafen, außer die Augenärztin oder der Augenarzt hat es ausdrücklich erlaubt.
  • Kein Leitungswasser, kein Flaschenwasser und keinen Speichel zum Reinigen, Spülen oder Aufbewahren verwenden.
  • Linsen nicht beim Duschen, Schwimmen, im See, im Whirlpool oder in der Sauna tragen.
  • Austauschintervalle einhalten: Tageslinsen täglich entsorgen und nie wiederverwenden.
  • Beschädigte Linsen nie wieder einsetzen.
  • Behälter nach dem Einsetzen leeren, trocknen und offen lassen; Pflegemittel nicht ohne Rat wechseln.
  • Auch farbige Linsen ohne Sehstärke unterliegen denselben Regeln.
  • Fingernägel kurz halten und Hände vor dem Einsetzen waschen.

Wie beugt man Rückfällen einer rezidivierenden Erosion vor?

Am wichtigsten ist eine konsequente Befeuchtung der Hornhaut, vor allem durch eine Salbe oder ein Gel vor dem Schlafen über mehrere Monate. Dazu kommen einige Tipps für den Alltag:

  • Morgens die Augen zuerst geschlossen lassen, kurz die Lider sanft bewegen oder einige Tropfen Tränenersatz geben, bevor Sie die Augen öffnen. Dieser Rat aus der Praxis soll verhindern, dass das Lid die Oberfläche abreißt.
  • Trockene Raumluft meiden, Heizungsluft befeuchten.
  • Begleiterkrankungen wie trockenes Auge, Lidranderkrankungen oder Rosazea behandeln lassen.
  • Nicht reiben, besonders nicht am Morgen.

Schutz in Narkose und auf der Intensivstation

In Kliniken werden die Augen von Patienten in Narkose oder unter Beatmung geschützt, etwa mit Gel und einem sanften Lidverschluss mit Pflaster. In einer zitierten Studie sank die Rate an Hornhautabschürfungen bei tief sedierten, beatmeten Patienten von 18 auf 4 Prozent, wenn regelmäßig alle vier Stunden Salbe gegeben wurde.

8 Wann sofort zum Arzt?

Eine Hornhautverletzung ist meist kein lebensbedrohlicher Notfall, gehört aber noch am selben Tag in augenärztliche Hand. Bestimmte Umstände machen sie zu einem echten Notfall. Eine allgemeine Übersicht finden Sie auf der Seite Notfall am Auge.

Sofort in die Augenklinik oder Notaufnahme, bei:

  • Verletzung durch einen schnellen oder scharfen Gegenstand, etwa beim Hämmern, Schleifen, Bohren oder Rasenmähen, oder durch große Krafteinwirkung.
  • Verdacht, dass etwas im Auge steckt oder das Auge durchbohrt hat: Gegenstand nicht herausziehen, nicht drücken, Auge locker abdecken, bei einem größeren Gegenstand mit einem Becher schützen.
  • Chemikalien im Auge: sofort mindestens 15 Minuten mit Wasser spülen, dann in die Klinik.
  • Deutlichem Sehverlust oder sehr starkem, zunehmendem Schmerz.
  • Kontaktlinsenträgern mit rotem, schmerzendem, lichtscheuem Auge, besonders wenn sich das Sehen verschlechtert oder ein weißer Fleck sichtbar ist: Linse heraus, sofort zur Augenärztin oder zum Augenarzt.
  • Eiter, starker Schwellung von Lid oder Augapfel oder einem Kind, das das Auge vor Schmerz nicht öffnen kann.

In Deutschland und Österreich erreichen Sie den Rettungsdienst unter 112. In Deutschland vermittelt der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 außerhalb der Sprechzeiten; viele Augenkliniken haben eine eigene Notfallambulanz rund um die Uhr.

Noch am selben Tag zur Augenärztin oder zum Augenarzt, bei:

  • jedem Hornhautkratzer mit Schmerzen, Tränen und Fremdkörpergefühl;
  • dem Verdacht, dass noch ein Fremdkörper im Auge ist;
  • Verletzungen durch Äste, Pflanzen oder Erde (Infektionsgefahr).

Erneut vorstellen, wenn:

  • die Beschwerden nach 48 Stunden Behandlung nicht deutlich besser sind;
  • Schmerz oder Rötung zunehmen oder das Sehen schlechter wird;
  • Ausfluss auftritt oder Sie sich Sorgen machen, dass das Auge nicht heilt.

Zeitnah, in den nächsten Tagen, bei: wiederkehrenden Schmerzen beim Aufwachen, Wochen oder Monate nach einer früheren Verletzung. Das spricht für eine rezidivierende Erosion und sollte abgeklärt werden, auch wenn das Auge danach wieder ruhig ist.

Was Sie bis dahin tun können: nicht reiben, Kontaktlinse herausnehmen, kleine lose Teilchen allenfalls vorsichtig mit sauberem Wasser oder Kochsalzlösung ausspülen. Keine Watte oder Pinzette am Auge, keine Hausmittel und keine rezeptfreien Salben. Bei Verdacht auf eine durchbohrende Verletzung keine Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen, weil sie Blutungen fördern können. Mit einem verletzten Auge nicht selbst Auto fahren.

9 Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis ein Kratzer auf der Hornhaut verheilt ist?

Kleine Kratzer heilen meist in ein bis zwei Tagen, größere in etwa drei bis fünf Tagen, sehr große in bis zu einer Woche. Der Schmerz lässt meist schon nach 24 bis 48 Stunden deutlich nach. Ein leichtes Kratzen kann noch einige Tage bleiben.

Warum tut ein Hornhautkratzer so extrem weh?

Die Hornhaut ist eines der am dichtesten mit Nerven versorgten Gewebe des Körpers. Liegt die oberste Zellschicht offen, werden diese Nerven direkt gereizt. Deshalb schmerzt schon ein winziger Kratzer stark, ohne dass die Verletzung schwer sein muss.

Kann ein Kratzer im Auge von alleine heilen?

Kleine, saubere Kratzer heilen oft von selbst, weil sich die oberste Zellschicht sehr schnell erneuert. Trotzdem sollten Sie das Auge noch am selben Tag untersuchen lassen. Nur so lassen sich ein verbliebener Fremdkörper, eine tiefere Verletzung oder eine beginnende Infektion ausschließen.

Brauche ich bei einer Hornhautverletzung eine Augenklappe?

Meist nicht. Ein Verband beschleunigt die Heilung laut Studien nicht und lindert die Schmerzen nicht zuverlässig. Manche Kliniken legen bei großen Defekten trotzdem kurz einen Verband an. Kontaktlinsenträger und infektionsverdächtige Wunden bekommen keinen dichten Verband.

Warum bekomme ich die Betäubungstropfen nicht mit nach Hause?

Weil sie bei wiederholter Anwendung die Heilung verzögern und die Hornhaut dauerhaft schädigen können. Sie werden nur in der Praxis zur Untersuchung gegeben. Gegen die Schmerzen helfen zu Hause Tabletten wie Paracetamol oder Ibuprofen, sofern Sie diese vertragen.

Wann darf ich nach einem Hornhautkratzer wieder Kontaktlinsen tragen?

Erst wenn das Auge vollständig verheilt ist und die Augenärztin oder der Augenarzt zustimmt. Britische Augenkliniken nennen meist zwei bis vier Wochen. Benutzen Sie danach eine neue Linse und einen neuen Behälter.

Warum habe ich morgens beim Aufwachen plötzlich Schmerzen im Auge?

Das kann eine rezidivierende Hornhauterosion sein, besonders wenn Sie sich früher einmal am Auge verletzt haben. Die nachgewachsene Zellschicht haftet schlecht, das Lid klebt nachts an und reißt sie beim Öffnen ab. Das kann Monate oder Jahre nach der ersten Verletzung passieren und ist gut behandelbar, zum Beispiel mit Salbe zur Nacht.

Was hilft gegen eine immer wiederkehrende Hornhauterosion?

Zuerst eine konsequente Befeuchtung mit Tränenersatz tagsüber und Salbe zur Nacht über mehrere Monate, eventuell eine hypertone Kochsalzsalbe. Reicht das nicht, kommen eine Verbandkontaktlinse, eine Stromapunktur oder eine Laserbehandlung (PTK) infrage. Diese Eingriffe helfen vielen Betroffenen dauerhaft, Rückfälle sind aber auch danach möglich.

Kann ich durch einen Hornhautkratzer mein Augenlicht verlieren?

Sehr selten. Ein oberflächlicher Kratzer heilt bei richtiger Behandlung in aller Regel ohne Folgen. Gefährlich wird es bei einer Infektion oder einer tiefen Verletzung, dann können Narben das Sehen verschlechtern. Deshalb sind Kontrollen und das Weglassen der Kontaktlinsen so wichtig.

Warum färbt der Augenarzt mein Auge gelb?

Das ist der Farbstoff Fluoreszein. Er lagert sich an verletzten Stellen an, die im blauen Licht dann grün leuchten. So sieht man Größe und Lage des Kratzers. Die Gelbfärbung von Auge und Haut verschwindet nach kurzer Zeit von selbst.

Darf ich mit einem Hornhautkratzer Auto fahren?

Nicht, solange Sie verschwommen sehen, einen Augenverband tragen oder pupillenerweiternde Tropfen bekommen haben. Diese Tropfen wirken mindestens 12 Stunden. Lassen Sie sich nach der Untersuchung am besten abholen.

Was soll ich tun, wenn mein Kind mir mit dem Fingernagel ins Auge gekratzt hat?

Nicht reiben, eine eventuell getragene Kontaktlinse herausnehmen und noch am selben Tag eine Augenärztin oder einen Augenarzt aufsuchen. Fingernagelkratzer sind häufig und heilen meist schnell. Selten kommen die Beschwerden Wochen später morgens beim Aufwachen zurück; dann erneut zur Augenärztin oder zum Augenarzt. Halten Sie die Nägel Ihres Kindes kurz.

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Quellen

Dieser Artikel wurde aus Fachquellen in 4 Sprachen recherchiert (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch) und auf Deutsch zusammengefasst.

Alle 22 Quellen anzeigen
  1. Kleine Fremdkörper im Auge – gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit) (DE)
  2. Hornhautgeschwür (Ulcus corneae) – gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit) (DE)
  3. Kontaktlinsen (Haftschalen) – Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft (ÖOG) (DE)
  4. UV-Schäden des Auges (Photoophthalmie/Photokeratitis) – Gesundheitsportal Österreich (DE)
  5. What Is Corneal Abrasion and Erosion? – American Academy of Ophthalmology (AAO) (EN)
  6. What Is Recurrent Corneal Erosion? – American Academy of Ophthalmology (AAO) (EN)
  7. Recurrent Corneal Erosion – EyeWiki (American Academy of Ophthalmology) (EN)
  8. Management of Corneal Abrasions (Wilson SA, Last A; Am Fam Physician 2004;70:123-8) – American Academy of Family Physicians (EN)
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  12. Corneal Abrasion – Information for patients – Oxford University Hospitals NHS Foundation Trust (EN)
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  14. Corneal Abrasion – Patient Information Leaflet – Royal Victoria Eye and Ear Hospital, Dublin (EN)
  15. Fiche d'information n°63 – Lentilles de contact – Société Française d'Ophtalmologie (SFO) / SNOF (FR)
  16. Fiche d'information n°64 – Lentilles thérapeutiques – Société Française d'Ophtalmologie (SFO) / SNOF (FR)
  17. Lesión corneal – MedlinePlus en español (U.S. National Library of Medicine) (ES)
  18. Patologías frecuentes: córnea y superficie ocular – Sociedad Española de Oftalmología (SEO) (ES)
  19. Emergencias oftalmológicas – MedlinePlus en español (U.S. National Library of Medicine) (ES)
  20. Cuerpo extraño en el ojo – MedlinePlus en español (U.S. National Library of Medicine) (ES)
  21. Abrasiones corneales – KidsHealth / Nemours (ES)
  22. Seguridad en el hogar: prevenir lesiones oculares – American Academy of Ophthalmology (AAO) (ES)

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn Sie Beschwerden haben, lassen Sie sich von einer Augenärztin oder einem Augenarzt untersuchen. Mehr zum Haftungsausschluss